Sprit teurer
Rohöl fällt: Warum steigen die Dieselpreise?
Ölpreise im Keller, Benzinpreise rauf. Was stimmt da nicht?
- Rohölpreise fallen, Spritpreise steigen stark.
- Dieselpreis um 7,5 Cent in drei Wochen gestiegen.
- Heizöl-Nachfrage treibt Dieselpreise vor Winter hoch.
- Report: Platzt die Alles‑Blase?
Verkehrte Welt: Während die Rohölpreise fallen, steigen die Spritpreise, besonders die von Diesel. Auf Monatssicht hat sich der Preis für Brent-Oil kaum bewegt. Auf Jahressicht verbucht der Rohstoff ein Minus von gut 11 Prozent.
Eine aktuelle Auswertung von 14.000 Tankstellenpreisen des ADAC vom Donnerstag zeigt die Teuerung deutlich: Ein Liter Super E10 kostet demnach durchschnittlich 1,689 Euro, das sind 1,2 Cent mehr als in der vergangenen Woche. Noch stärker hat sich der Dieselpreis verteuert. Mit einem Plus von 2,7 Cent steigt der durchschnittliche Dieselpreis auf 1,640 Euro. Diesel ist damit innerhalb von drei Wochen um 7,5 Cent gestiegen, während der Super-E10-Kraftstoff um gut 3 Cent geklettert ist.
Während die Teuerungsrate von E10 also in diesem Zeitraum 1,81 Prozent entspricht, stieg der Dieselpreis parallell um 4,79 Prozent.
Hält man den Brent-Rohölpreis neben diese Preisentwicklung so erkennt man, dass sich der Rohstoff legdiglich um 0,8 Prozent im Plus bewegt hat.
Da der Euro zudem gegenüber dem US-Dollar im Plus liegt, dürften Importkosten bei diesem Preisanstieg keine Rolle spielen.
Der ADAC erklärt sich die steigenden Dieselpreise mit dem nahenden Winter. Denn Heizöl basiert auf Diesel und die Heizsaison fordert ihren Tribut. Daher dürfte der gestiegene Dieselpreis eher die erhöhte Nachfrage nach Heizöl spiegeln.
Kleiner Trost für Berliner: Wer Super E in der Hauptstsdt tankt, fährt momentan am günstigten. Hier kostet der Liter im Durchschnitt momentan 1,64 Euro.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion
