Big Money Moves
Diese Mega-Positionen könnte Warren Buffett im dritten Quartal verkauft haben
Im 10-Q-Bericht tauchen massive Verkäufe auf – Hinweise deuten auf Apple und Bank of America. Berkshire Hathaway wird heute die Details offenlegen.
- Berkshire verkauft 12,4 Mrd. USD an Aktien.
- Massive Verkäufe von Apple und Bank of America erwartet.
- 6,4 Mrd. USD in neue Aktien investiert, Fokus auf Gewerbe.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Berkshire Hathaway setzt seine Serie großer Aktienverkäufe fort. Im dritten Quartal trennte sich das Konglomerat von Warren Buffett laut 10-Q-Bericht von Wertpapieren im Umfang von 12,4 Milliarden US-Dollar – und dürfte dabei erneut in großem Stil Apple und Bank of America reduziert haben. Beide Beteiligungen gelten als wahrscheinlichste Kandidaten, weil deren historische Einstandskosten extrem niedrig sind und Berkshire im Quartal gleichzeitig realisierte Kapitalgewinne von rund 10 Milliarden US-Dollar auswies.
Barron’s schätzt auf Basis der Kostenbasis und der Klassifizierung im Filing, dass Berkshire etwa 35 Millionen Apple-Aktien und zwischen 50 und 100 Millionen Bank-of-America-Aktien verkauft haben könnte. Offizielle Bestätigungen gibt es erst mit dem 13-F-Bericht, den Berkshire wie üblich am letzten möglichen Tag, diesem Freitag, einreichen dürfte.
Ein zweiter Hinweis auf Apple-Verkäufe ergibt sich aus der Kostenbasis der Kategorie "Konsumgüter": Sie sank im Quartal um etwa 1,2 Milliarden US-Dollar. Apple ist Berkshire zufolge seit Jahren dieser Gruppe zugeordnet. Da Buffett die Aktien einst zu einem mutmaßlichen Einstand von rund 35 US-Dollar erworben hat, passt der Rückgang exakt zu einem Verkauf von etwa 35 Millionen Papieren.
Buffett hatte seine Apple-Position schon zuvor deutlich zurückgefahren: Von rund 900 Millionen Aktien Ende 2023 sind inzwischen noch etwa 280 Millionen übrig. Auch bei Bank of America wurde der Bestand seit Juli 2024 um rund 40 Prozent reduziert. Die Verkäufe folgen einem mehrjährigen Trend: Berkshire ist seit mehreren Quartalen Nettoverkäufer und baut damit konsequent große Altpositionen ab, während neue Engagements deutlich kleiner ausfallen.
Parallel zu den Verkäufen investierte Berkshire im dritten Quartal rund 6,4 Milliarden US-Dollar in neue Aktien. Der Großteil floss in die Kategorie "Gewerbe, Industrie und Sonstiges" – ein Hinweis darauf, dass Buffett oder seine beiden Investmentmanager Todd Combs und Ted Weschler hier neue Positionen ausgebaut haben. Aufmerksamkeit dürfte sich dabei erneut auf UnitedHealth richten: Berkshire hatte bereits im zweiten Quartal fünf Millionen Aktien gekauft, deren Bekanntgabe im August einen deutlichen Kursanstieg auslöste.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

