Panik vor dem nächsten Beben

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    Gold taumelt ins Wochenende. Rallye droht zu kippen. Goldpreis vor dem Kollaps?

    Bei Gold und Silber krachte es zuletzt gewaltig. Die Sorge vor einem Preisbeben greift um sich. Wie schlimm kann es für Gold werden? Oder sollte man den Rücksetzer beim Goldpreis nicht vielmehr als Chance begreifen?

    Für Sie zusammengefasst
    • Gold und Silber unter Druck, Rücksetzer als Chance?
    • Goldpreis bleibt trotz Turbulenzen stabil, Rallye möglich.
    • ETF-Investoren zeigen Kaufinteresse, Bestände stabil.
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Panik vor dem nächsten Beben - Gold taumelt ins Wochenende. Rallye droht zu kippen. Goldpreis vor dem Kollaps?

    Gold und Silber taumeln 

    Die letzten Handelstage hatten es in sich. Zunächst setzten Gold und Silber ihre spektakulären Erholungsversuche fort. Doch dann strauchelten die Edelmetalle. Und vor allem für Silber wurde es dramatisch. Wähnte man Silber zunächst noch am Beginn einer neuen Rekordjagd, änderte sich diese Erwartungshaltung in der zweiten Wochenhälfte und das mehr als deutlich. 

    Gold zog sich trotz der Turbulenzen noch vergleichsweise achtbar aus der Affäre. Kurzzeitig stand zwar ein Rücksetzer des Goldpreises unter die 4.000 US-Dollar zu befürchten, doch der entsprechende Versuch wurde erfolgreich gekontert. Wie könnte es nun für Gold weitergehen?

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    Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bei Gold sollte nicht überraschen

    Der Goldpreis stand in den letzten Handelstagen unter Druck. So weit, so bekannt. Waren es enttäuschte Zinshoffnungen, die Gold so zusetzten oder steckt da etwas anderes dahinter? Das exponierte Preisniveau von Gold könnte den einen oder anderen Marktakteur veranlasst haben, Positionen aufzulösen, denn gleichzeitig gerieten die Aktienmärkte ins Wanken. Dax, S&P 500, Nasdaq 100 etc. verloren zumindest temporär Halt. Vor allem hochgejubelte Tech-Werte strauchelten. Womöglich sah sich der eine oder andere Marktakteur gezwungen, mit der Liquidität aus den geschlossenen Gold-Positionen aufgerissene Löcher zu stopfen.

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    Das spricht für eine Fortsetzung der Goldpreisrallye

    Obgleich Gewinnmitnahmen dem Goldpreis zuletzt zu schaffen machten, bleibt es in Anbetracht der geo- und wirtschaftspolitischen Brandherde dabei, dass Gold als sicherer Hafen alternativlos ist. Die Diskussionen über eine Leitzinssenkung durch die Fed im Dezember können bislang allenfalls als temporäre Störfeuer eingestuft werden. Weder der US-Dollar noch die Entwicklung der Anleiherenditen geben derzeit Anlass, die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung der Goldpreisentwicklung in Frage zu stellen. Der US-Dollar-Index als wichtiger Gradmesser für die Befindlichkeiten des Greenbacks notiert noch immer deutlich unterhalb von 100 Punkten. Eine neue Stärke des US-Dollars lässt somit weiter auf sich warten. Und auch die Entwicklung der Renditen der für die Betrachtung wichtigen 10-jährgen US-Staatsanleihen vermag trotz leichter Erholung noch keinen Schrecken zu verbreiten. 

    Was machen eigentlich die Gold-ETF-Investoren?

    Die Frage, wie sich die ETF-Investoren positionieren, ist eine zentrale, gehörten doch die physisch besicherten Gold-ETFs zu den wesentlichen Stützen der Goldpreisrallye. Um die Befindlichkeiten im Gold-Sektor adäquat zu erfassen, lohnt ein Blick auf die Bestandsentwicklung des weltgrößten physisch besicherten Gold-ETF, des SPDR Gold Shares. Zum Zeitpunkt der letzten Gold-Kommentierung an dieser Stelle war bereits eine Stabilisierung der ETF-Bestände zu beobachten. Die Bestandsentwicklung weist aber noch immer eine gewisse Ambivalenz auf. Wer angesichts der Goldpreisentwicklung eine Flucht aus dem ETF erwartet hatte, wird bislang enttäuscht. Aber ist es auch nicht so, dass der Rücksetzer massives Kaufinteresse auslöste. Insofern gilt es, die weitere Entwicklung genau zu beobachten. 

    Zusammengefasst - Goldpreis vor dem Kollaps?

    Steht der Goldpreis vor dem Kollaps? Der ein oder andere mag dieses Szenario herbeisehnen, doch könnte hier auf ihn eine bittere Enttäuschung warten. Vor dem Hintergrund der zahlreichen Brandherde scheint der Weg für den Goldpreis vorgezeichnet. Die 5.000 US-Dollar leuchten ungeachtet temporärer Rückschläge am Horizont. Und so sollte man auch den aktuellen Rücksetzer eher als mittel- bis langfristige Kaufgelegenheit begreifen. In den nächsten Tagen und Wochen könnten sich interessante Einstiegschancen eröffnen. Nicht zuletzt könnten sich diese im Produzentensegment bieten. Barrick Mining, Newmont Corp., Agnico Eagle Mines, Kinross Gold und wie sie alle heißen weisen vor dem Hintergrund der zu erwartenden Goldpreisrallye unverändert enormes Aufwärtspotenzial auf.

    Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte

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    Verfasst vonRedakteurMarcel Torney
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