Stollenwurm und AB Concept geben Durchbruch bei der Tantalherstellung für die Uhrenindustrie bekannt
Stollenwurm und AB Concept geben einen bedeutenden Fortschritt bei der Herstellung von Tantal für die Uhrenindustrie bekannt. Beide Unternehmen konzentrieren sich auf die Verbesserung von Metallbearbeitungsmethoden und die Anwendung fortschrittlicher Fertigungstechniken in der Uhrenindustrie. Die Partner haben gemeinsam mehrere Ansätze für die Bearbeitung von Tantal untersucht und nun einen bedeutenden Meilenstein in dieser Arbeit erreicht, wobei die weitere Entwicklung fortgesetzt wird.
Branchenweit erste additive Fertigung von Tantal-Komponenten
Stollenwurm und AB Concept freuen sich, die erste dokumentierte Verwendung der additiven Fertigung zur Herstellung und Veredelung von Tantal-Komponenten für die Uhrenindustrie bestätigen zu können. Dies ist ein wichtiger Fortschritt in der Formgebung und Härtung von Tantal für funktionale und ästhetische Uhrenteile.
Erste Härtetests an einer additiv gefertigten Tantalschnalle ergaben Werte von ~180 ± 20 HV1, verglichen mit ~140 HV1, die typischerweise bei konventionell verarbeitetem Tantal zu beobachten sind.
Die Porosität wird derzeit weiter verfeinert, wobei die aktuellen Oberflächenergebnisse bereits für eine satinierte oder mikrogestrahlte Oberfläche geeignet sind; die Polierparameter werden weiterhin verbessert.
Tantal ist aufgrund seiner ungewöhnlichen Kombination von Materialeigenschaften bekanntermaßen schwer zu verarbeiten. Das Metall wurde nach Tantalus benannt, einer Figur, die zu ewiger Frustration verdammt war – eine passende Metapher für jeden, der versucht, es zu bearbeiten. Seine hohe Duktilität führt eher zu Verschmieren und Spanhaftung als zu sauberem Schneiden, während seine Neigung zur Kaltverfestigung präzise und kontinuierliche Schnittparameter erfordert. Das Metall speichert Wärme an der Schnittstelle, was den Werkzeugverschleiß beschleunigt, und seine elastische Rückstellung – oder „Federung“ – erschwert die Maßkontrolle. In Kombination mit seiner hohen Dichte und den anspruchsvollen Anforderungen an die Oberflächenbearbeitung gilt Tantal weithin als eines der am schwierigsten zu bearbeitenden Metalle für Präzisionskomponenten.
Parallel dazu wird die Entwicklung in den Bereichen CNC-Bearbeitung, Hybridverfahren und ergänzende metallurgische Arbeitsabläufe fortgesetzt, wobei sehr bedeutende Fortschritte in den Bereichen Oberflächenbeschaffenheit, Gratbildung, Mikrobearbeitung und Werkzeugverschleiß erzielt wurden. Dieser Fortschritt spiegelt einen praktischen Schritt nach vorne in einem Bereich wider, den viele für unbrauchbar im Produktionsmaßstab gehalten haben.

