Stress steigt

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    Gold fällt erneut – und sendet ein alarmierendes Marktsignal

    Schwindende Hoffnungen auf eine Zinssenkung der Federal Reserve und fehlende US-Wirtschaftsdaten setzen Gold unter Druck. Gleichzeitig steigt die Korrelation mit Aktien – laut Experten ein gefährliches ein Muster.

    Für Sie zusammengefasst
    • Zinssenkungserwartungen sinken, Goldpreise fallen weiter.
    • US-Government-Shutdown behindert wichtige Wirtschaftsdaten.
    • Gold und Aktien korrelieren, Risiko für Anleger steigt.
    • Report: Renditeturbo 2026 –
    Stress steigt - Gold fällt erneut – und sendet ein alarmierendes Marktsignal

    Gold steht zum dritten Mal in Folge unter Druck, weil die Erwartungen an eine Zinssenkung der US-Notenbank weiter sinken. Händler zweifeln zunehmend daran, dass die Fed im Dezember die Kreditkosten senkt, zumal zuletzt veröffentlichte Wirtschaftsdaten die Stärke der US-Konjunktur unterstreichen. Niedrigere Zinsen würden Gold normalerweise attraktiver machen, da das Edelmetall keine Zinsen abwirft. Entsprechend fielen die Preise erneut um bis zu 0,8 Prozent, nachdem sie bereits in der Vorwoche mehr als 2 Prozent verloren hatten.

    Der längste Government-Shutdown der US-Geschichte behindert weiterhin die Veröffentlichung wichtiger Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten. Diese Unsicherheit erschwert es der Fed, ihren Kurs zu bestimmen. "Der Shutdown ist vorbei, aber die dadurch entstandene Datenunsicherheit trübt weiterhin die Märkte", zitiert Bloomberg Hebe Chen von Vantage Markets. Investoren bleiben gespalten: Vor wenigen Wochen war eine Zinssenkung um einen Viertelpunkt fest eingepreist, nun ist die Wahrscheinlichkeit deutlich gesunken.

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    Zusätzlichen Druck erzeugt die "gedämpfte" physische Nachfrage in Asien. Laut Manav Modi von Motilal Oswal bieten Händler in Indien hohe Rabatte, weil die jüngsten Preisschwankungen Käufer verunsichert haben. Trotz der aktuellen Schwäche liegt Gold im Jahresverlauf jedoch immer noch rund 55 Prozent im Plus. Der starke Anstieg auf das Rekordhoch von über 4.380 US-Dollar im Vormonat wurde durch Zentralbankkäufe und Anleger gestützt, die sich angesichts globaler Unsicherheit in sichere Häfen flüchteten. "Trotz eines leichten Rückgangs bleibt der mittel- bis langfristige Trend für Gold intakt", sagte Chen.

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    Parallel dazu zeigen Marktdaten eine ungewöhnliche Entwicklung: Gold und US-Aktien fielen zuletzt gleichzeitig. Normalerweise steigt Gold, wenn Aktien schwächeln. Der Preisrückgang auf 4.094,20 US-Dollar je Unze am Freitag sowie die kurzzeitig fallenden Kurse des S&P-500 weisen auf zunehmenden Stress im Markt hin. Der Grund: In angespannten Phasen ziehen Anleger Kapital aus unterschiedlichen Anlagen ab, um Liquidität zu schaffen. "Kurzfristig kann sich Gold parallel zu anderen Risikoanlagen entwickeln, da Anleger nach Liquidität suchen", erklärte Michael Armbruster von Altavest.

    Auch die Korrelation zwischen beiden Märkten ist leicht positiv – ein Zeichen dafür, dass Gold nicht die übliche Gegenbewegung zu Aktien zeigt. Laut Adrian Ash von BullionVault ist das typisch für echte Stressphasen: "In einer echten Krise gehen alle Korrelationen auf 1,0", weil Händler selbst sichere Anlagen verkaufen müssen. Langfristig habe Gold jedoch in vergangenen Krisen schneller den Tiefpunkt erreicht und Portfolios stabilisiert. Diversifikation bleibe daher entscheidend.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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