Krise? Nicht für ihn

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    Saylor: Strategy beschleunigt Bitcoin-Käufe im Marktsturz

    Trotz heftigem Kurseinbruch hält Saylor unbeirrt an seiner Bitcoin-Offensive fest und verspricht neue Käufe.

    Für Sie zusammengefasst
    • Saylor kauft trotz Kurseinbruch weiterhin Bitcoin.
    • Gerüchte über Verkäufe sind Fehlinterpretationen.
    • Unternehmen bleibt finanziell stark und investiert weiter.
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Krise? Nicht für ihn - Saylor: Strategy beschleunigt Bitcoin-Käufe im Marktsturz

    Inmitten wachsender Marktunsicherheit und einem kräftigen Rücksetzer beim Bitcoin-Kurs hat Michael Saylor, Mitgründer und Executive Chairman von Strategy, Spekulationen über mögliche BTC-Verkäufe des Unternehmens entschieden zurückgewiesen. "Wir haben letzte Woche jeden Tag Bitcoin gekauft" schieb er auf X.

    In einem Interview mit CNBC sagte er, das Unternehmen beschleunige seine Käufe sogar – ungeachtet des jüngsten Preisrutsches der Kryptowährung unter die Marke von 100.000 US-Dollar.

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    "Wir kaufen Bitcoin, und wir werden unsere nächsten Käufe am Montagmorgen (ET) melden", erklärte Saylor. "Ich denke, die Leute werden angenehm überrascht sein. Wir haben unsere Ankäufe sogar beschleunigt." Seine Botschaft war eindeutig: Die Bitcoin-Strategie des Unternehmens bleibt intakt, und die "unersättliche" Nachfrage nach BTC sei ungebrochen.

    On-Chain-Bewegungen schüren Zweifel – Saylor spricht von Fehlinterpretationen

    Auslöser der Verkaufsgerüchte waren On-Chain-Daten der Analyseplattform Arkham Analytics, die größere BTC-Bewegungen identifiziert hatte. Analysten spekulierten daraufhin, Strategy könnte Bestände verlagern oder liquidieren. Arkham selbst deutete an, dass die Transfers auf einen potenziellen Wechsel zu Coinbase als Verwahrer hindeuten könnten – nicht auf einen Verkauf.

    Branchenanalyst Lance Vitanza von TD Cowen relativierte die Diskussion: Strategy habe stets betont, freiwillig niemals Bitcoin zu verkaufen. Zwar gebe es theoretische Szenarien, die das Unternehmen zum Abbau seiner Positionen zwingen könnten – etwa zur Bedienung fälliger Schulden –, doch diese seien "höchst unwahrscheinlich". Die nächsten Fälligkeiten aus Wandelanleihen stehen erst 2028 an.

    "OG Holder" nehmen Gewinne mit – nicht Strategy

    Saylor stellte klar, dass die einzigen Verkäufe, auf die er sich im Interview bezog, aus dem privaten Bereich stammten: langjährige Bitcoin-Besitzer, die bei 100.000 US-Dollar Gewinne realisierten. Strategy selbst plane keinerlei Abbau seiner Bestände, die aktuell rund 62,3 Milliarden US-Dollar wert sind.

    Gleichzeitig signalisiert die Firma weiteres Wachstum: Die jüngste Emission von euro-denominierten Vorzugsaktien in Luxemburg soll 715 Millionen US-Dollar einbringen – Kapital, das typischerweise zum Ausbau der Bitcoin-Position verwendet wird.

    Aktienkurs unter Druck – Bitcoin auf Sechsmonatstief

    Der aggressive Kaufkurs ändert jedoch nichts daran, dass Strategy an den Märkten in den vergangenen Wochen stark unter Druck geraten ist. Die Aktie fiel in den letzten 30 Tagen um 32 Prozent und notierte zuletzt bei rund 204 US-Dollar. Der Bitcoin selbst handelt laut aktuell bei knapp 95.600 US-Dollar, nachdem er am Freitag kurzfristig auf unter 95.000 US-Dollar gefallen war – ein neues Sechsmonatstief.

    Saylor gibt sich dennoch gelassen: Das aktuelle Preisniveau sei eine "gesunde Basis" für künftige Aufwärtsbewegungen.

     

    Saylor betont robuste Bilanz

    Die Bilanzstärke des Unternehmens sieht Saylor weiterhin als robust. Selbst ein hypothetischer Preissturz von Bitcoin um 80 Prozent würde Strategy laut seinen Aussagen überbesichert lassen. Das Unternehmen hat bislang 8,2 Milliarden US-Dollar über Wandelanleihen aufgenommen und zusätzliche 7,6 Milliarden US-Dollar in Vorzugsaktien ausstehen – deren Dividenden jedoch nicht verpflichtend sind.

    Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion



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