Rüstungsaktie
Steyr Motors: Prognose kassiert, Aktie rutscht ab
Steyr Motors muss seine Prognose kappen. Die Aktie verliert deutlich an Boden.
- Steyr Motors senkt Prognose für 2025 deutlich.
- Verzögerungen bei Aufträgen führen zu Umsatzverschiebung.
- Aktie verliert bis zu 8 Prozent im Handel.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Die Steyr Motors AG hat am Montag ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2025 gesenkt.
Grund dafür sind Verzögerungen bei mehreren Aufträgen internationaler Regierungskunden, heißt es in der Pressemitteilung des Triebwerk-Unternehmens.
Aufgrund dieser Verzögerungen werden die betreffenden Aufträge nicht wie geplant im laufenden Geschäftsjahr, sondern erst im Geschäftsjahr 2026 Umsätze generieren.
Darüber hinaus befinden sich derzeit weitere potenzielle Bestellungen im Rahmen bestehender Vertragsbeziehungen und laufender Kundenverhandlungen in Bearbeitung, teilt Steyr mit.
Auf Basis aktueller Schätzungen geht das Unternehmen davon aus, dass einige dieser Bestellungen nicht rechtzeitig eingehen werden, um im Geschäftsjahr 2025 als Umsatz erfasst zu werden, sondern erst im Geschäftsjahr 2026.
Julian Cassutti, CEO von Steyr Motors: "Die Verschiebung der für das vierte Quartal geplanten Aufträge ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Budgetgenehmigungen durch Endkunden, insbesondere durch staatliche Institutionen, derzeit länger dauern als erwartet. Darüber hinaus befinden sich hochprofitable Lizenzeinnahmen in der Vertriebspipeline, deren Realisierung sich aufgrund von zeitlichen Effekten voraussichtlich verzögern wird."
Auf Basis der aktualisierten Einschätzung erwartet der Vorstand von Steyr Motors für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz zwischen 48 und 52 Millionen Euro. Dies entspräche einem Umsatzanstieg von 15 bis 25 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2024. Zuvor war allerdings mit einem Anstieg von 40 Prozent gerechnet worden.
Die operative EBIT-Marge wird nun voraussichtlich zwischen 13 und rund 16 Prozent liegen, zuvor war mit einem Wert von 20 Prozent gerechnet worden.
Im Handel gibt die Aktie deutlich ab, zeitweise um rund 8 Prozent. Auch die Beteiligungsgesellschaft Mutares verliert rund 5 Prozent.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion
