Deutscher Drohnenhersteller
Konkurrenz für Rheinmetall: Dieses neue Duo hat Großes vor!
Quantum Systems, deutscher Drohnenhersteller, will mit dem US-Unternehmen Planet Labs neue Lösungen für die vernetzte Aufklärung anbieten. Als potenzieller neuer Kunde könnte dabei die Bundeswehr in Frage kommen.
- Quantum Systems und Planet Labs kooperieren für Aufklärung.
- Erstes Produkt 2026, Fokus auf Datenanalyse und Drohnen.
- Bundeswehr interessiert, Konkurrenz zu Rheinmetall wächst.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Quantum Systems, und Planet Labs unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung am Dienstag. Der Vertriebschef von Quantum Systems, Martin Karkour, gab diesbezüglich bekannt, im ersten Quartal 2026 ein erstes gemeinsames Produkt auf den Markt zu bringen. Planet-Labs-Manager Martin Polak sprach gegenüber dem Handelsblatt von einem "bedeutenden Schritt bei der gemeinsamen Nutzung kommerzieller Weltraum- und Drohnentechnologie".
Bei dem angekündigten Produkt soll es darum gehen, Daten aus dem Orbit, die von Planet Labs über seine Satelliten geliefert werden, auf Veränderungen hin zu überprüfen. Hierfür soll die Softwareplattform Mosaic von Quantum Systems herangezogen werden. "Ist ein Detailblick nötig, können wir diesen mithilfe unserer Drohnen liefern", so Karkour.
Laut Aussagen von Polak könnten Drohnen dadurch mit maximaler Präzision und Effizienz genutzt werden, was für Kunden aus dem Verteidigungsbereich einen erheblichen Mehrwert darstelle. "Letztlich wird Aufklärung dadurch günstiger, weil weniger Personal nötig ist und der Prozess größtmöglich automatisiert wird", sagte Karkour.
Karkour teilte mit, dass das neue Angebot auf Interesse bei der Bundeswehr und anderen Nato-Streitkräften treffen dürfte und meinte, dass "konkrete Gespräche dazu jetzt aufgenommen werden".
Die Weltraumpläne der Bundeswehr haben Anfang des Jahres an Dynamik gewonnen, als US-Präsident Donald Trump zeitweise die Satellitenaufklärung in der Ukraine verwehrte. Es zählt nun zu den
Topprioritäten der Bundeswehr, Aufklärungsfähigkeiten im All aufzubauen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius kündigte auf dem Weltraumkongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) Ende September dafür Investitionen in den nächsten fünf Jahren in Höhe von
insgesamt 35 Milliarden Euro an.
Quantum Systems geht mit dem neuen Angebot auch in Konkurrenz zu Rheinmetall: Der deutsche Rüstungskonzern bietet zusammen mit dem finnischen Start-up Iceye Aufklärungssatelliten und Datenanalyse an und soll nach Informationen des Handelsblatts bereits einen Weltraumauftrag der Bundeswehr erhalten haben.
Für Planet Labs dagegen stellt die Kooperation auch eine Intensivierung der Tätigkeiten in Deutschland dar. Die Firma aus San Francisco will im kommenden Jahr eine Satellitenfabrik in Berlin bauen.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
Die Planet Labs PBC Registered (A) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,67 % und einem Kurs von 11,21USD auf NYSE (18. November 2025, 02:04 Uhr) gehandelt.
