Mega-Fusion steht an
25-Milliarden-Gigant entsteht: Farben-Hersteller sorgt für Paukenschlag!
Der Farbenhersteller Akzo Nobel gab am Dienstag bekannt, dass er Axalta Coating Systems übernimmt und damit einen 25 Milliarden US-Dollar schweren Farbengiganten formt.
- Akzo Nobel übernimmt Axalta für 25 Milliarden USD.
- Fusion soll 600 Millionen USD Kosteneinsparungen bringen.
- Abschluss der Fusion bis Ende 2026 geplant.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
"Durch diesen Zusammenschluss können wir unsere Wachstumsambitionen beschleunigen, da wir sich hervorragend ergänzende Technologien zusammenführen", erklärte Akzo-Chef Greg Poux-Guillaume. Die
beiden Unternehmen gaben bekannt, dass sie eine endgültige Vereinbarung über eine Fusion unter Gleichen auf Aktienbasis getroffen haben. Axalta-Aktionäre erhalten demnach 0,6539 Akzo-Nobel-Aktien je Anteilsschein und werden im kombinierten
Unternehmen rund 45 Prozent halten. Die bisherigen Akzo-Nobel-Eigentümer kommen auf 55 Prozent.
Der neue Farben-Gigant mit Hauptsitzen in Amsterdam und Philadelphia soll einen Jahresumsatz von 17 Milliarden US-Dollar und ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBITDA) von 3,3 Milliarden
US-Dollar erreichen. Außerdem sollen jährliche Kosteneinsparungen von 600 Millionen US-Dollar erzielt werden. 90 Prozent davon sollen in den ersten drei Jahren nach Abschluss der Transaktion
realisiert werden. Die Aktie soll zunächst an den Börsenplätzen in Amsterdam und New York gelistet sein, bevor eine einzige Notierung an der New Yorker Börse angestrebt wird. Der Abschluss der
Fusion wird für Ende 2026 bis Anfang 2027 angepeilt.
Das US-Analystenhaus Bernstein Research hat Akzo Nobel mit einem Kursziel von 64 Euro auf
"Outperform" belassen. Analyst James Hooper sieht den Zusammenschluss zwischen Akzo Nobel und Axalta eher als komplett in Aktien finanzierte Übernahme durch Akzo, als eine Fusion unter Gleichen.
Etwas versüßt werde die hohe Übernahmeprämie den Akzo-Anlegern durch eine hohe Sonderdividende, so der Experte am Dienstag. Das Management müsse den Anlegern allerdings noch weitergehende Fragen im
Zusammenhang mit der Transaktion beantworten.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion

