Extreme Angst

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    Bitcoin im Painvember: Angsthandel preist brutale 80k-Kapitulation ein

    Bitcoin rutscht immer tiefer in den "Painvember" und hat alle Jahresgewinne ausgelöscht. Am Optionsmarkt setzen Händler panisch auf weitere Verluste – und 80.000 US-Dollar rücken bedrohlich nahe.

    Für Sie zusammengefasst
    • Bitcoin fällt unter 90.000 US-Dollar, alle Gewinne weg.
    • Händler setzen auf weitere Verluste, 80.000 US-Dollar nah.
    • Markt in extremer Angst, ETF-Abflüsse von 2,8 Mrd. US$.
    • Report: Platzt die Alles‑Blase?
    Extreme Angst - Bitcoin im Painvember: Angsthandel preist brutale 80k-Kapitulation ein

    Bitcoin erlebt die heftigste Stressphase seit Jahren. Der Kurs fiel am Montagabend erstmals seit April unter 90.000 US-Dollar und erreichte mit 89.350 Dollar den niedrigsten Stand seit Februar, womit alle Gewinne des Jahres 2025 ausgelöscht wurden. Der Absturz folgt nur sechs Wochen nach dem Rekordhoch von 126.250 Dollar – und macht den November zum schwächsten Monat seit 2022. Der Crypto-Fear-and-Greed-Index ist am Montag bereits auf 14 abgestürzt, am Dienstag auf 11 und signalisiert damit "extreme Angst", während der traditionell starke November sich zu einem "Painvember" entwickelt.

    Der Druck kommt zunehmend vom Optionsmarkt. Händler haben in rasantem Tempo Absicherungen gekauft und setzen nun massiv auf einen Rückgang in Richtung 85.000 oder sogar 80.000 US-Dollar. Laut Deribit fließen ungewöhnlich große Volumina in Puts, die Ende November auslaufen; insgesamt wurden Kontrakte im Wert von über 740 Millionen US-Dollar aufgebaut, die rein auf weitere Verluste setzen. "Das Fehlen einer auf Überzeugung basierenden Spot-Nachfrage wird immer deutlicher", zitiert Bloomberg Chris Newhouse von Ergonia. Viele Käufer der vergangenen Monate liegen inzwischen tief im Minus – genau jene Konstellation, die Panikverkäufe typischerweise verstärkt.

    Parallel geraten sogenannte Digital-Asset-Treasuries unter Druck. Während Michael Saylors Strategy weitere 8.178 Bitcoin für 835 Millionen US-Dollar gekauft hat, stehen andere Firmen mit ihren Beständen im Minus und müssen laut Marktbeobachtern zunehmend Verkäufe prüfen. Auch ein Stimmungsindex von CoinMarketCap zeigt, dass der Markt in "extremer Angst" feststeckt. Seit dem Einbruch im Oktober, der gehebelte Positionen im Wert von 19 Milliarden US-Dollar auslöschte, bleibt die Stimmung fragil.

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    Auch die ETF-Seite verschärft die Lage. Die durchschnittliche Kostenbasis aller US-Bitcoin-ETF-Zuflüsse liegt laut Glassnode bei 89.600 US-Dollar – fällt Bitcoin darunter, rutscht die gesamte ETF-Kohorte ins Minus. Genau das ist nun passiert. Im November verzeichnen die Spot-ETFs bereits Nettoabflüsse von rund 2,8 Milliarden US-Dollar. "Der starke Rückgang bringt die Mehrheit der institutionellen Käufer von 2025 zum ersten Mal ins Minus und birgt das Risiko weiterer Abflüsse", warnte Nick Ruck von LVRG Research.

    Der Markt versucht nun, mögliche Untergrenzen zu identifizieren. Analysten verweisen auf die Zone zwischen 80.000 und 88.000 US-Dollar, in der massive Put-Positionen liegen. Einige Experten halten dieses Niveau für einen potenziellen Zyklusboden – andere warnen, dass das Durchbrechen der 93.000-Dollar-Marke bereits eine "beschleunigte Liquidationskaskade" ausgelöst hat. Für den Moment bleibt Bitcoin im Griff eines Marktes, der Absicherung sucht, Verluste realisiert und nervös auf jedes neue Tief reagiert.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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