1. Ergebnis nach Börsengang
Klarna übertrifft Umsatzerwartungen – und sorgt für noch eine Überraschung!
Das schwedische Fintech-Unternehmen Klarna konnte einen Umsatzanstieg von 26 Prozent im dritten Quartal verzeichnen. Das Wachstum am US-amerikanischem Markt war hierbei ausschlaggebend.
- Klarna verzeichnet 26% Umsatzwachstum im Q3.
- Prognose: Über 1 Milliarde US-Dollar Umsatz erwartet.
- Nettoverlust von 95 Millionen US-Dollar trotz Wachstum.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Damit übertraf Klarna die Erwartungen in seinem ersten Bericht als börsennotiertes Unternehmen. Für das laufende Quartal prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar, teilte Klarna am Dienstag mit. Der Kreditgeber, der im September am 10. Setepmber an der New Yorker Stock Exchange sein Börsendebüt feierte und nach dem Prinzip "Jetzt kaufen, später zahlen" firmiert, meldete einen Umsatz von 903 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 882 Millionen US-Dollar, wie aus von LSEG zusammengestellten Daten hervorgeht.
Klarna gehörte zu den ersten Unternehmen, die KI einsetzten und die Technologie nutzten, um Kunden und Händlern zu helfen, Arbeitsplätze abzubauen, Marketingkampagnen zu erstellen und Produkte zu verbessern. "KI beschleunigt in hohem Maße unsere Fähigkeit, neue Funktionen und Produkte auf den Markt zu bringen", sagte CEO Sebastian Siemiatkowski gegenüber Reuters.
Siemiatkowski äußerte jedoch auch eine gewisse Besorgnis über die enormen Ausgaben für den Bau von Rechenzentren. Er sagte, dass die Nachfrage nach KI sowohl im Verbraucherbereich als auch in Unternehmen zukünftig steigen wird. Das Bruttowarenvolumen (GMV) von Klarna, eine im E-Commerce häufig verwendete Kennzahl zur Messung des Umsatzes, stieg im Quartal um 23 Prozent auf 32,7 Milliarden US-Dollar.
In den USA, Klarnas größtem Markt, wuchs das Bruttowarenvolumen um 43 Prozent und der Umsatz um 51 Prozent. Die Zahl der aktiven Kunden stieg im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent auf 114 Millionen. Allerdings meldete Klarna einen Nettoverlust von 95 Millionen US-Dollar, verglichen mit einem Gewinn von 12 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Dies sei teilweise auf die Umstellung auf US-amerikanische Rechnungslegungsgrundsätze nach dem Börsengang in New York zurückzuführen. Im laufenden Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 1,07 Milliarden US-Dollar, gegenüber Erwartungen von 1,06 Milliarden US-Dollar.
Außerdem gab das Unternehmen am Dienstag bekannt, dass es sein Buy-Now-Pay-Later-Geschäft in den USA ausbaut und innerhalb von zwei Jahren Kredite im Wert von bis zu 6,5 Milliarden US-Dollar
an von Elliott Investment Management verwaltete Fonds verkaufen will. Dem schwedischen Fintech wird durch die Vereinbarung ermöglicht, einen Teil seines bestehenden Fair Financing-Portfolios
an Elliott-Fonds zu veräußern und ab Oktober neu vergebene Forderungen fortlaufend an diese Fonds zu übertragen.
Trotz vieler positiver Aspekte kommen die Zahlen allerdings nicht gut bei den Anlegern an. Die Aktie verliert rund 9 Prozent nach ihrer Veröffentlichung.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
Die Klarna Group Registered Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -8,13 % und einem Kurs von 27,70EUR auf Tradegate (18. November 2025, 17:21 Uhr) gehandelt.
