S&P bei 7800 Punkten Ende 2026
Wall-Street-Panik? Darum bleibt Morgan-Stanley-Bulle Mike Wilson positiv!
Turbulente Tage an der Wall Street: Der S&P 500 ist zuletzt unter Druck geraten – ausgelöst durch neue Inflationssorgen. Doch Mike Wilson, einer der renommiertesten Strategen der Wall Street, bleibt bullish.
- S&P 500 unter Druck, aber Mike Wilson bullish.
- Erwartet 7.800 Punkte bis Ende 2026, Rekordhoch.
- Unternehmensgewinne und KI treiben Optimismus an.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Nach tagelangen Kursverlusten bleibt die Lage an den Aktienmärkten angespannt. Doch ein Experte blickt äußerst zuversichtlich auf die kommenden zwölf Monate. Mike Wilson, Chief Equity Strategist der US-Investmentbank Morgan Stanley, sieht den US-Leitindex SS&P 500 bis Ende 2026 bei etwa 7.800 Punkten – das wäre ein weiteres Rekordhoch und das vierte Jahr in Folge mit zweistelligen Zuwächsen. Damit gehört er aktuell zu den größten Optimisten unter den von Bloomberg beobachteten Marktbeobachtern.
In einer aktuellen Analyse schreibt Wilson: "Wir befinden uns in einem neuen Bullenmarkt und einem frischen Gewinnzyklus – insbesondere in bisher schwächeren Bereichen des Index." Die treibenden Kräfte dahinter: robuste Unternehmensgewinne, zunehmende Effizienz durch den Einsatz künstlicher Intelligenz, stabile Zinsen sowie unternehmensfreundliche Steuer- und Regulierungspolitik.
Konkret erwartet Wilson ein Gewinnwachstum je Aktie im S&P 500 von 17 Prozent im laufenden Jahr und weiteren 12 Prozent im kommenden Jahr. Bereits im Frühjahr hatte er an seiner optimistischen Haltung festgehalten – auch inmitten temporärer Kursrückgänge nach der Einführung neuer US-Zölle. Rückblickend behielt er recht: Der S&P 500 erholte sich zügig und markierte neue Höchststände, nachdem Präsident Donald Trump seine Rhetorik im Handelskonflikt abgeschwächt hatte.
Die Q3-Berichtssaison stützt Wilsons bullishes Szenario zusätzlich: Die Unternehmensergebnisse fielen deutlich besser aus als erwartet, was die Zuversicht der Anleger stärkte – trotz anhaltender Debatten über die Bewertung von KI-Aktien und Risiken durch den längsten Regierungsstillstand der US-Geschichte.
Auch Wilson bleibt nicht blind für mögliche Gefahren. Kurzfristig droht Gegenwind, sollte die Fed an ihrem restriktiven Kurs festhalten. Und langfristig könnte eine zu starke Konjunktur neue Inflationswellen auslösen.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
