Kommt der KI-Crash jetzt doch?
Asiens Chip-Giganten brechen ein – SoftBank stürzt zweistellig ab!
Asiens Chipwerte brechen ein: SoftBank stürzt zweistellig ab, SK Hynix und TSMC rutschen mit. Auslöser ist der unerwartete Nvidia-Rücksetzer trotz starker Zahlen und KI-Boom. Was ist da los?
- Asiens Chipwerte fallen stark, SoftBank über 10% runter.
- Nvidia-Rücksetzer trotz guter Zahlen sorgt für Abverkauf.
- Markt nervös: Zinssenkungen und KI-Überhitzung belasten.
- Report: Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Ein massiver Abverkauf hat am Freitag die asiatischen Halbleitermärkte erfasst, angeführt von einem dramatischen Kursrutsch bei SoftBank. Die Aktie des japanischen Technologiekonzerns fiel in Tokio zeitweise um mehr als zehn Prozent. Auslöser war die überraschend schwache Kursreaktion bei Nvidia: Trotz glänzender Quartalszahlen und optimistischer Umsatzprognosen gab die Aktie des US-KI-Champions am Vortag um über drei Prozent nach.
Zwar hat SoftBank seine Nvidia-Beteiligung zuletzt verkauft, jedoch hält das Unternehmen weiterhin die Mehrheit am britischen Chipdesigner Arm, dessen Architektur die Grundlage vieler Nvidia-Chips bildet. Zudem ist das Unternehmen tief in KI-Projekte wie Stargate, ein gigantisches Rechenzentrumsprojekt in den USA mit einem geplanten Investitionsvolumen von 500 Milliarden US-Dollar, verwoben. Entsprechend sensibel reagierte die Aktie auf die Nvidia-Schwäche.
Auch die übrigen Schwergewichte der Region gerieten massiv unter Druck. SK Hynix aus Südkorea, der wichtigste Lieferant von Hochgeschwindigkeits-Speicher für Nvidias KI-Chips, verlor fast zehn Prozent. Konkurrent Samsung Electronics verlor mehr als 5 Prozent. In Taiwan verlor der Branchenprimus TSMC, der unter anderem Nvidias Chipdesigns fertigt, über 4 Prozent. Foxconn, zentraler Zulieferer für KI-Serverstrukturen, gab 4,86 Prozent nach.
Marktstrategen sprachen von einem Cocktail aus Gegenwind: schwächere Kryptomärkte, die Furcht vor verschobenen Zinssenkungen der Federal Reserve sowie insgesamt straffere Finanzierungsbedingungen. Diese Gemengelage habe die Stimmung im gesamten Tech-Sektor belastet. Zudem wächst die Nervosität vor einer möglichen Überhitzung im KI-Segment, was laut Analysten die Risikobereitschaft vieler Investoren dämpft.
Auch kleinere Unternehmen litten unter dem Abverkauf. In Tokio verlor Renesas Electronics rund 3 Prozent. Der Chipmaschinenbauer Tokyo Electron verlor 6,6 Prozent, während Lasertec 5,2 Prozent einbüßte. Der Kursrutsch zeigt, dass selbst die guten Zahlen von Nvidia derzeit nicht ausreichen, um die zunehmende Vorsicht an den Märkten zu übertünchen.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

