Tanker treiben auf offener See

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    US-Sanktionen blockieren Millionen Barrel – Ölmarkt steht vor Chaos

    Neue US-Sanktionen könnten 48 Millionen Barrel russisches Öl auf hoher See blockieren. Analysten warnen vor steigender Unsicherheit am Ölmarkt.

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    Tanker treiben auf offener See - US-Sanktionen blockieren Millionen Barrel – Ölmarkt steht vor Chaos

    Die neuen US-Sanktionen gegen die globalen Aktivitäten der russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil treten heute in Kraft. Rund 48 Millionen Barrel Rohöl, die sich bereits auf Tankern befinden, müssen nun neue Abnehmer finden. Bloomberg berichtete unter Berufung auf Daten von Kpler, dass die Ladungen hauptsächlich Urals- und ESPO-Öl betreffen. Die Tanker waren ursprünglich für China und Indien bestimmt, einige haben jedoch noch kein endgültiges Ziel.

    Bloomberg bezeichnete diese Runde von Sanktionen als eine der "aggressivsten" Maßnahmen der US-Regierung gegen russische Ölkonzerne. Sollte kein neuer Bestimmungsort gefunden werden, könnten die Barrel auf unbestimmte Zeit blockiert bleiben oder erst freigegeben werden, falls ein Friedensabkommen mit der Ukraine die Sanktionen aufhebt.

    Russische Exporte bleiben stabil – aber mit Risiko

    Trotz der Sanktionen fließen russische Ölexporte weiterhin mit rund 3,4 Millionen Barrel pro Tag ins Ausland. "Die russischen Exportströme halten sich gut, aber sie finden noch nicht ihren Weg zu ihren Bestimmungsorten", erklärte Warren Patterson, Leiter der Rohstoffstrategie bei ING, laut Bloomberg. Er warnte weiter:

    "Wenn sich das fortsetzt und schließlich zu einem Rückstau führt, könnte es zu einem Rückgang des Angebots kommen, was für die Märkte Anlass zur Sorge geben würde."

    Patterson und seine Kollegin Ewa Manthey wiesen zudem darauf hin, dass die Ukraine das US-Friedensabkommen vermutlich ablehnen werde, da es "Russland gegenüber wohlwollend" sei. Dennoch berichteten Medien, Präsident Wolodymyr Selenskyj habe signalisiert, mit der US-Regierung über das Abkommen zusammenarbeiten zu wollen.

    Ölpreise reagieren zunächst negativ

    Die Ankündigung der Sanktionen ließ die Ölpreise sofort fallen. Marktbeobachter interpretieren dies als Zeichen, dass die neuen Restriktionen möglicherweise nicht lange durchsetzbar sein könnten. Gleichzeitig mahnen Analysten zu Vorsicht. Frühere Friedensbemühungen, etwa unter der Präsidentschaft von Donald Trump, scheiterten ebenfalls und zeigten, dass geopolitische Faktoren den Ölmarkt langfristig stark beeinflussen können.

    Bloomberg betont, dass die Lage angespannt bleibt: Wenn die 48 Millionen Barrel nicht kurzfristig einen Käufer finden, könnte dies das Angebot verknappen und die globale Ölversorgung belasten.

    Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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