USA alarmiert

    64537 Aufrufe 64537 0 Kommentare 0 Kommentare

    Kaum Sojabohnenkäufe: Chinas Stillstand lässt den Handelsfrieden bröckeln!

    Der fragile Handelsfrieden zwischen den USA und China droht zu kippen. Neue Daten und verdeckte Strategien zeigen, wie brüchig die Einigung wirklich ist.

    Für Sie zusammengefasst
    USA alarmiert - Kaum Sojabohnenkäufe: Chinas Stillstand lässt den Handelsfrieden bröckeln!

    Der im Oktober verkündete Waffenstillstand im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China zeigt bereits Risse. Beide Seiten versuchen parallel, ihre strategischen Schwachstellen zu schließen. Erste Zusagen geraten ins Wanken, besonders bei Agrarkäufen. China hat laut Daten des Landwirtschaftsministeriums seit Ende Oktober nur 332.000 Tonnen Sojabohnen gekauft. Das entspricht weniger als drei Prozent der angekündigten Menge, die Washington bis Januar erwartet hatte.

    Daniel Kritenbrink, Partner bei The Asia Group und ehemaliger ranghoher Staatssekretär für Ostasien, warnt dennoch vor vorschneller Panik. Er sagt, beide Seiten hätten bereits die Bereitschaft gezeigt, sich gegenseitig zu schaden und genau das sei ein Grund, Eskalationen zu vermeiden. Sie halten sich vermutlich zurück, weil Chinas Wirtschaft schwächelt und die Trump-Regierung im kommenden Herbst bei den Zwischenwahlen ein politisches Risiko fürchten müsse.

    Umsetzung schafft Streit

    Kritenbrink mahnt jedoch, die Historie spreche eine klare Sprache. "Es war immer die Umsetzung, die im vergangenen Jahr zu Herausforderungen und Eskalationen geführt hat", sagt er. Auch Chinas Botschaft betont zwar, man habe Pläne zur Erfüllung des Malaysia-Abkommens veröffentlicht. Doch konkrete Zahlen zu Sojabohnen fehlen weiterhin.

    Währenddessen steigen in den USA die Belastungen der Landwirtschaft. Bankrotte Farmen häufen sich und ländliche Regionen spüren den Handelskampf besonders stark.

    Rohstoffe als Brennstoff für neue Konflikte

    Parallel verschärfen beide Länder ihre langfristige Absicherung. China hat zugesagt, eine Ausweitung der Exportkontrollen für seltene Erden zu pausieren. Gleichzeitig stellt das Handelsministerium so viele Kontrolleure ein wie seit 2002 nicht mehr, berichtet Analyst Jack Burnham.

    Auch die Vereinigten Staaten beschleunigen ihre Gegenmaßnahmen. Washington schließt Abkommen mit Malaysia und Australien, beteiligt sich an Rohstoffkonzernen wie MP Materials und sucht nach Alternativen. Unternehmen ziehen nach: Tesla verlangt von Zulieferern, keine chinesischen Teile zu verbauen. Lockheed-Chef James Taiclet beschreibt die Komplexität der Lieferketten. Er sagt:

    "Wirtschaftliche Sicherheit und nationale Sicherheit sind miteinander verflochten."

    China investiert dreimal so viel wie die USA

    Ein Expertengremium unter Leitung der Ex-Handelsministerin Gina Raimondo und dem ehemaligen stellvertretenden Finanzminister Justin Muzinich fordert ein neues wirtschaftliches Sicherheitszentrum im Handelsministerium. Der Grund: China hat in den vergangenen zehn Jahren 900 Milliarden US-Dollar in die sicherheitsrelevanten Felder Künstliche Intelligenz, Quantencomputing und Biotechnologie investiert. Das ist das Dreifache der US-Ausgaben. Zudem hängt Amerika bei Antibiotika, Fiebermitteln, Biotech-Zulieferteilen und nahezu allen schweren seltenen Erden von China ab.

    Raimondo zeigt sich dennoch optimistisch und verweist auf die Stärke der US-Kapitalmärkte. Doch auch Muzinich betont, dass mehr Sicherheit höhere Kosten bedeuten werde.

    Dauerhafte Unsicherheit für die Märkte

    Leland Miller von China Beige Book warnt Anleger davor, den Deal als abgeschlossen zu betrachten. Viele Details seien offen. "China geht davon aus, dass es jetzt zu einer gegenseitigen garantierten Zerstörung gekommen ist. Sie glauben, dass sie eine Formel gefunden haben, um Trumps Einfluss zu stoppen", fasst er die Haltung Pekings scharf zusammen und fuhr fort:

    "Sie werden um alles mit allen Mitteln kämpfen."

    Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion


    Reports
    Gold & Silber auf Rekordjagd
    – 5 Produzenten mit Potenzial



    wallstreetONLINE Redaktion
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen

    Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema!

    Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich.

    Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger.

    Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können.

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"

    Mehr anzeigen

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"


    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
    USA alarmiert Kaum Sojabohnenkäufe: Chinas Stillstand lässt den Handelsfrieden bröckeln! Der fragile Handelsfrieden zwischen den USA und China droht zu kippen. Neue Daten und verdeckte Strategien zeigen, wie brüchig die Einigung wirklich ist.

    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero