Alphabet schockt die KI-Welt
Gemini schlägt zurück: Droht ChatGPT jetzt der größte Angriff seiner Geschichte?
Jim Cramer sieht in Alphabets neuer Gemini-Version die bisher größte Bedrohung für ChatGPT. Er warnt vor einem existenziellen Risiko für OpenAI und erklärt, warum der KI-Wettlauf jetzt eine völlig neue Dynamik bekommt.
- Cramer: Gemini größte Bedrohung für ChatGPT.
- Existenzielle Risiken für OpenAI durch neue Konkurrenz.
- OpenAI muss schnell wachsen, um Ausgaben zu decken.
- Report: Renditeturbo 2026 - 5 Aktien mit Potenzial
Jim Cramer von CNBC sieht in Alphabets neuer Version der KI-Plattform Gemini eine ernsthafte Herausforderung für ChatGPT von OpenAI. Er sagte, Gemini sei "die bisher größte Bedrohung für ChatGPT" und sprach von einem "existentiellen" Risiko für OpenAI. Nach seiner Einschätzung müsse OpenAI "etwas in petto haben, um zurückzuschlagen", sonst entstehe der Eindruck, das Unternehmen sei schlechter aufgestellt als gedacht.
Alphabet hatte in der vergangenen Woche das neue Gemini-Modell vorgestellt. Cramer lobte die Weiterentwicklung und verwies darauf, dass auch einige Stimmen an der Wall Street beeindruckt seien. Er erinnerte daran, dass Salesforce-Chef Marc Benioff erklärt habe, er bevorzuge das neue Gemini gegenüber ChatGPT. Die Aktie von Alphabet legte in dieser Handelswoche bereits um einen zweistelligen Prozentbereich zu:
Unter normalen Umständen würde eine Modellankündigung von Alphabet kaum für Aufregung sorgen, doch Cramer betonte, dass es in diesem Geschäft um enorme Summen gehe. Alphabet verfüge zudem über einen Vorteil gegenüber anderen Konkurrenten, weil das Unternehmen Gemini direkt in die eigene Google-Plattform integrieren könne.
Ein verlangsamtes Nutzerwachstum bei OpenAI wäre aus seiner Sicht problematisch. Cramer verwies darauf, dass OpenAI zu Ausgaben von rund einer Billion US-Dollar verpflichtet sei und schnell wachsen müsse, um diese Mittel zu erwirtschaften.
Gleichzeitig schreibt Cramer OpenAI nicht ab. Er hält es für möglich, dass das Unternehmen an einer "revolutionären Version seines eigenen Produkts" arbeitet. Auch für Oracle sieht er keine unmittelbaren Risiken. Der Rechenzentrumsbetreiber könne andere Kunden gewinnen und sei "nicht nur von OpenAI abhängig".
Cramer warnte jedoch, dass Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf ChatGPT basiert, "jetzt noch unsicherer" aufgestellt seien.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion
