Goldpreis
Gold: Noch ist das Schlimmste nicht überstanden
Nach der massiven Gold-Rallye bis Mitte Oktober, stürzte der Goldpreis unter die 4000-Dollar-Marke ab. Seitdem konsolidiert das Edelmetall. Noch ist aber nicht alles überstanden, meinen Experten.
- Goldpreis fiel unter 4000 Dollar, Konsolidierung anhält.
- Experten sehen unveränderte positive Faktoren für Gold.
- Zinssenkung der Fed könnte Goldpreis wieder stützen.
- Report: Vorsicht, geheim!
Der Goldpreis gab am Donnerstag leicht nach. Am Mittwoch erreichte das gelbe Edelmetall noch ein 2-Wochenhoch.
"Wir erwarten weiterhin, dass die Konsolidierung, die mit dem Rückschlag im Oktober begann, anhält, da sich der Staub dieses Rückschlags noch nicht vollständig gelegt hat", sagt Julius-Bär-Analyst Carsten Menke.
Gold hat seit dem Rekordhoch von 4.381,21 US-Dollar am 20. Oktober rund 5 Prozent verloren, notiert jedoch nach wie vor über der wichtigen Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze.
"Die Faktoren, die wir zugunsten des Goldmarktes sehen, haben sich im Wesentlichen nicht verändert", meint Menke. "Dazu zählen das verlangsamte Wachstum in den USA, das zu niedrigeren Zinsen und einem schwächeren US-Dollar führt, anhaltende Nachfrage als sicherer Hafen sowie die weiterhin starke Nachfrage der Zentralbanken."
Mittlerweile scheint auch eine Zinssenkung der Federal Reserve (Fed) keine ausgemachte Sache mehr, wobei einige Mitglieder weiterhin dafür plädieren.
So Kevin Hassett, der als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge von Jerome Powell als Fed-Chef gilt. Er stimmt mit US-Präsident Donald Trump überein und spricht sich ebenfalls für eine Zinssenkung aus. Zudem stärkten in dieser Woche Aussagen von Mary Daly, Präsidentin der Federal Reserve Bank von San Francisco, und Fed-Gouverneur Christopher Waller die Erwartungen an eine Zinssenkung.
Die Marktteilnehmer preisen nun eine 85-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im kommenden Monat ein – nach nur 30 Prozent noch vor einer Woche, wie der CME FedWatch-Index zeigt.
Eine Zinssenkung könnte dem zinslosen Gold erneut Auftrieb geben. Die Deutsche Bank gibt einen verhalten optimistisches Kursziel für das Edelmtall aus: Die Prognose für den Goldpreis im Jahr 2026 hob die Bank am Mittwoch von 4.000 auf 4.450 US-Dollar pro Feinunze an.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion
Gold wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,02 % und einem Kurs von 4.159USD auf Lang & Schwarz (27. November 2025, 15:27 Uhr) gehandelt.

