Episches Jahresfinale?!
Gold vor Dammbruch. Knallt der Goldpreis noch vor Weihnachten auf 5.000 USD?
Steuert Gold auf ein episches Jahresfinale zu? Die Chancen auf ein furioses Jahresfinale stiegen zuletzt deutlich an. Das bisherige Rekordhoch ist in Reichweite. Sollte es überwunden werden, könnten die Dämme brechen.
- Goldpreis könnte Rekordhoch von 4.380 USD erreichen.
- Silberpreis explodiert, könnte Goldpreis anziehen.
- ETF-Investoren kaufen wieder, stärken Goldpreis.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Folgt der Goldpreis dem entfesselten Silberpreis?
Was passiert, wenn bisherige Rekorde gebrochen werden, zeigt sich derzeit auf besonders eindrucksvolle Art und Weise bei Silber. Der Silberpreis ist am Freitag regelrecht explodiert und könnte nun vor einer gewaltigen Jahresendrallye stehen.
Gold beendete die Handelswoche oberhalb von 4.200 US-Dollar. Bis zum bisherigen Rekord von 4.380 US-Dollar ist es nur noch ein Katzensprung. Jederzeit könnte es zum Ausbruch auf neue Höchststände kommen. Die Uhr tickt sozusagen.
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Die nächsten Tage werden für Gold entscheidend
Die nächsten Handelstage werden für Gold entscheidend. In den kommenden Handelstagen werden zahlreiche Konjunktur- und Preisdaten veröffentlicht. Vor dem Hintergrund der anstehenden Leitzinsentscheidung der Fed am 10. Dezember wird jede einzelne relevante Zahl auf die sprichwörtliche Goldwaage gelegt. Zuletzt wurde der Markt hinsichtlich einer Leitzinssenkung im Dezember wieder optimistischer. Das treibt nicht nur die Edelmetalle an. Auch Dax, S&P 500, Nasdaq 100 und andere Aktienindizes profitieren. Zum Zeitpunkt der letzten Gold-Kommentierung an dieser Stelle sah das noch etwas anders aus. Damals hielten noch Zinssorgen Gold im Würgegriff.
Es sei noch einmal darauf verwiesen, dass die Fed nicht nur über die Leitzinsen entscheiden wird. Vielmehr veröffentlichen die Währungshüter darüber hinaus auch aktuelle Projektionen zu Wirtschaftsleistung, Arbeitsmarkt, Inflation und Zinsen. Diese quartalsweise erscheinenden Projektionen haben bekanntermaßen eine gewisse Sprengkraft und könnten das Handelsgeschehen an den Märkten auf Wochen hinaus bestimmen.
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US-Dollar bricht Erholung ab, Anleiherenditen stabil
Kräftigen Rückenwind für den Goldpreis (und natürlich auch für den Silberpreis) gab es zuletzt vom Devisenmarkt. Der US-Dollar-Index musste erkennen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Die veränderten Erwartungen hinsichtlich der Leitzinsentscheidung verfehlten ihre Wirkung nicht. Die zuletzt noch zu beobachtende Erholung des US-Dollar-Index wurde abverkauft. Der Index fiel in seine bekannte Handelsspanne 100 Punkte / 96,5 Punkte zurück. Der Erholung des Greenbacks fiel somit in sich zusammen, noch ehe sie richtig beginnen konnte. Das ist gut für die Edelmetalle. Und auch der Anleihemarkt übt derzeit keinen nennenswerten Druck auf Gold und Silber aus. Die für die Betrachtung relevanten Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen bewegen sich aktuell bei 4 Prozent.
Gold-ETF-Investoren greifen wieder verstärkt zu
Neben den massiven Käufen der Noten- und Zentralbanken gehör(t)en die physisch besicherten Gold-ETF zu den tragenden Säulen der Goldpreisrallye. Nach einer gewissen Zurückhaltung greifen ETF-Investoren nun wieder verstärkt zu. Die Bestandsentwicklung des SPDR Gold Shares, seines Zeichens weltgrößter physisch besicherter Gold-ETF, kann als rudimentärer Indikator herangezogen werden, um die Befindlichkeiten im Gold-Sektor zu erfassen. In den letzten Handelstagen verzeichnete der SPDR Gold Shares wieder deutlichere Mittelzuflüsse. Sollte sich der Trend in den kommenden Tagen manifestieren, könnte das dem Goldpreis einen kräftigen Schub geben.
Gewagter Ausblick - Goldpreis noch vor Weihnachten bei 5.000 USD?
Es muss schon viel zusammenkommen und zudem wohl das ein oder andere Überraschende passieren, damit zu Weihnachten der Goldpreis bei 5.000 US-Dollar notiert. Doch die Rallye der letzten Monate hat bewiesen, dass Gold in der Lage ist, enorme Dynamik zu entwickeln. An dieser Stelle sei nur an die Phase von Ende August bis Mitte Oktober verwiesen, als der Goldpreis zunächst über die 3.430 US-Dollar ausbrechen konnte und im Anschluss eine Rallye auf 4.380 US-Dollar auf das Börsenparkett zauberte. Auch wenn es mit den 5.000 US-Dollar zu Weihnachten wahrscheinlich nichts werden wird, die Weichen für eine Bewegung in Richtung 5.000 US-Dollar könnten jedoch allemal gestellt werden.
Bricht man das Ganze auf die charttechnischen Aspekte herunter, dann ist festzustellen, dass ein Ausbruch über die 4.380 US-Dollar ein starkes Kaufsignal in Richtung 5.000 US-Dollar auslösen könnte. Rücksetzer sollten idealerweise auf 3,800 US-Dollar begrenzt bleiben. Ein Unterschreiten der 3.430 US-Dollar würde hinsichtlich der weiteren Perspektiven des Goldpreises eine Neubewertung notwendig machen. Etwaige Rücksetzer und Korrekturphasen bieten mit Blick auf 2026 interessante antizyklische Einstiegsgelegenheiten. Die Aktien der großen Goldproduzenten, wie Barrick Mining, Newmont Corp., Agnico Eagle Mines, Kinross Gold und andere, weisen nach wie vor auf lange Sicht immenses Aufwärtspotenzial auf.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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