Carsten Stork
Palladium explodiert nochmal – institutionelle Investoren erstmals seit 2021 wieder long
Der Palladium-Future lieferte in der vergangenen Handelswoche eine außergewöhnlich starke Performance. Auf Wochenbasis legte der Kontrakt +14,79 % zu und schloss bei 2.060,5 US-Dollar pro Unze, nahezu auf dem Wochenhoch. Das Hoch lag bei 2.072 …
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Der Palladium-Future lieferte in der vergangenen Handelswoche eine außergewöhnlich starke Performance. Auf Wochenbasis legte der Kontrakt +14,79 % zu und schloss bei 2.060,5 US-Dollar pro Unze,
nahezu auf dem Wochenhoch. Das Hoch lag bei 2.072 US-Dollar, womit Palladium praktisch am Hoch aus dem Markt ging.
Besonders bemerkenswert ist der Wochenverlauf. Noch am Mittwoch, dem 24., wurde Palladium massiv abverkauft und fiel intraday bis auf 1.759 US-Dollar zurück. Von diesem Niveau aus setzte jedoch
eine gnadenlose Rallye ein, die den Markt innerhalb von nur zwei Tagen um mehrere hundert Dollar nach oben trug. In den vergangenen zwei Wochen summiert sich der Anstieg inzwischen auf über 30
%.
Diese Bewegung markiert mehr als nur eine technische Gegenreaktion. Sie fällt zeitlich zusammen mit einer klaren Verschiebung auf der Positionierungsseite. In den aktuellen COT-Daten hat das
Managed Money erstmals wieder auf Long gedreht und hält nun 978 Kontrakte netto long. Damit ist Palladium zum ersten Mal seit 2021 wieder positiv positioniert. Seit August 2021 war das Managed
Money nicht mehr in dieser Form auf der Long-Seite engagiert.
Diese Positionswende ist aus Marktsicht von hoher Relevanz. Sie hängt klar mit der politischen Entwicklung rund um das Verbrenner-Aus zusammen. Die Verschiebung beziehungsweise Aufweichung der
ursprünglichen 2035-Regelung hat die Erwartung einer länger anhaltenden Nachfrage nach Autokatalysatoren deutlich verstärkt. In Kombination mit dem stark gestiegenen Platinpreis rückt Palladium
wieder stärker in den Fokus als Substitutionsmetall.
Auch aus saisonaler Sicht bleibt das Umfeld ausgesprochen konstruktiv. Palladium zählt historisch zu den Metallen mit einer ausgeprägten positiven Tendenz bis weit in das zweite Quartal hinein,
häufig bis Mitte oder Ende April. Dieses saisonale Muster deckt sich aktuell mit der starken Preis- und Positionierungsdynamik.
Fazit:
Palladium hat eine klare Trendwende vollzogen. Die Rallye der letzten zwei Wochen, der Wochenschluss nahe am Hoch und vor allem der Positionswechsel des Managed Money auf Long – erstmals seit 2021
– sprechen für eine strukturelle Neubewertung des Marktes. Unterstützt durch politische Entwicklungen und eine sehr starke Saisonalität bleibt das Chance-Risiko-Profil ausgesprochen attraktiv.
Solange diese Faktoren intakt bleiben, spricht vieles für weiter deutlich steigende Preise bis ins zweite Quartal hinein.
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