Aktien im Minus

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    Warum Netflix und Paramount beim Warner-Deal plötzlich unter Druck geraten

    Netflix und Paramount liegen im Rennen um Warner Bros. vorn, doch die Börse straft beide ab. Der Bieterkampf spitzt sich zu und stellt die Branche auf den Kopf.

    Für Sie zusammengefasst
    • Netflix und Paramount führen Bieterkampf um Warner Bros.
    • Börse bestraft beide: Netflix -5%, Paramount -7%.
    • Regulatorische Vorteile für Paramount durch politische Nähe.
    • Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
    Aktien im Minus - Warum Netflix und Paramount beim Warner-Deal plötzlich unter Druck geraten

    Der Verkauf von Warner Bros. Discovery erreicht eine neue Eskalationsstufe. Netflix und Paramount Skydance gelten nach ihren jüngsten Angeboten als die aussichtsreichsten Käufer. Doch die Anleger reagierten am Mittwoch entgegen der Erwartungen. Netflix rutschte um knapp 5 Prozent auf den niedrigsten Stand seit acht Monaten.

    Netflix

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    ISIN:US64110L1061WKN:552484

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    Paramount Skydance verlor sogar über 7 Prozent. Beide Unternehmen hatten laut Insidern frische Barangebote eingereicht, nachdem die Frist für die zweite Angebotsrunde am Montag abgelaufen war.

    Paramount Skydance Corporations Registered (B)

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    -4,46 %
    -14,94 %
    -30,02 %
    -2,08 %
    ISIN:US69932A2042WKN:A412AL

    Markt reagiert gegen den Trend

    Während die Favoriten an der Börse deutliche Verluste hinnehmen mussten, legte Comcast 1,5 Prozent zu.

    Comcast (A)

    +1,33 %
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    +3,81 %
    +4.951,97 %
    ISIN:US20030N1019WKN:157484

    Warner Bros. Discovery selbst notierte leicht im Plus. Analysten vermuten, dass die Mischung aus Bar- und Aktienteil im Comcast-Gebot dessen Chancen schmälert. Frühere, bereits abgelehnte Angebote von Paramount hatten Warner Bros. Discovery mit bis zu 60 Milliarden bewertet, doch konkrete Zahlen lagen weiterhin nicht vor.

    Paramount galt lange als Favorit

    Paramount Skydance war früh in das Rennen gegangen. Das Unternehmen hatte bereits im September ein unerwartetes Angebot abgegeben, kurz nachdem David Ellison und sein Vater Larry Ellison den Kauf von Paramount durchgesetzt hatten. Beobachter räumten dem Duo lange die besten Chancen ein, nicht zuletzt wegen seiner Nähe zur Regierung in Washington, die regulatorische Hürden absegnen müsste. Paramount hatte zudem ein strategisches Motiv: Der Konzern braucht zusätzliche Inhalte dringend, um seinen Streamingdienst Paramount Plus mit seinen 79,1 Millionen Kunden zu stärken.

    Netflix holt auf

    Die Stärke des Netflix-Gebots hat die Lage jedoch verändert. Der Marktführer mit über 300 Millionen Abonnenten könnte mit Warner Bros. dessen Studio, Bibliothek und Streaminggeschäft übernehmen. Die klassischen Fernsehsender des Konzerns reizten Netflix hingegen kaum. Dennoch werten Branchenbeobachter das Angebot als ernsthafte Kampfansage.

    Comcast bleibt Außenseiter

    Comcast, das kurz vor der Abspaltung eines Großteils seines eigenen linearen TV-Geschäfts steht, könnte mit Warner Bros. seine Studioposition stärken und weitere Streamingkunden gewinnen. Dennoch sehen Insider das Angebot eher chancenlos, da ein Aktientausch für Warner Bros. Discovery weniger attraktiv wirken dürfte.

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    Regulatorisches Umfeld als Machtfaktor

    Alle Varianten des Deals benötigen umfangreiche Genehmigungen. Genau hier besitzt Paramount laut Experten Vorteile. Larry Ellison unterstützt Präsident Donald Trump, und David Ellison hat bei CBS, das zu Paramount gehört, bereits Schritte umgesetzt, die im politischen Umfeld positiv aufgenommen wurden. Zuvor hatte Paramount einen Verleumdungsprozess Trumps für 16 Millionen beigelegt, den viele Juristen als unbegründet einstuften. Kurz darauf gab die Kommunikationsbehörde FCC grünes Licht für den Skydance-Deal.

    Der Wettbewerb um Warner Bros. bleibt damit hochpolitisch – und ein unerwarteter Favorit könnte am Ende die gesamte Branche neu ordnen.

    Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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