Panik in der OPEC+?

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    Verzweifelte Maßnahmen gegen Absturz der Ölpreise? Brent-Öl droht der Worst Case

    Brent-Öl notiert aktuell bei knapp 63 US-Dollar und WTI-Öl bei knapp 59 US-Dollar. Der auf den ersten Blick vermeintlich ruhige Handel täuscht über die tatsächliche Brisanz der Lage hinweg. 

    Für Sie zusammengefasst
    • Brent-Öl bei 63 USD, WTI-Öl bei 59 USD, Abwärtstrend.
    • OPEC+ erhöht Förderung, Nachfrage bleibt schwach.
    • US-Rohölbestände steigen, 60 USD-Marke unter Druck.
    • Report: Vorsicht, geheim!
    Panik in der OPEC+? - Verzweifelte Maßnahmen gegen Absturz der Ölpreise? Brent-Öl droht der Worst Case

    Brent-Öl scheint einem Abverkauf näher zu sein als einer Rallye

    Betrachtet man die aktuelle Situation im Edelmetall- und Rohstoffbereich dann wird schnell klar, dass die Musik noch immer bei Gold und Silber spielt. Gold marschiert konsequent auf die 5.000 US-Dollar zu und Silber hat die 100 US-Dollar weiterhin im Blick. Seit Monaten stehen Brent-Öl und WTI-Öl im Schatten der beiden Edelmetalle. Abwärtstrends dominieren das Handelsgeschehen am Ölmarkt. Die Chancen auf eine baldige Trendwende sind eher gering; zu fest sitzt der Würgegriff der Korrektur. Kurzum: Brent-Öl scheint einem Abverkauf näher zu sein als einer Rallye. Die Gründe liegen auf der Hand.

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    Ist die OPEC+ in Panik geraten?

    Bereits in zurückliegenden Kommentaren zu Brent-Öl wurde das Szenario eines Überangebots thematisiert. Befeuert wurde die Sorge vor einem Überangebot immer wieder durch die OPEC+. Die führenden OPEC+ Staaten weiteten in den letzten Monaten ihre Fördermenge konsequent aus. Dieses immer größer werdende Angebot traf jedoch auf eine Nachfrage, die nicht sonderlich prosperierte. Geopolitische Faktoren sorgten in den letzten Monaten jedoch immer wieder dafür, dass Brent-Öl und WTI-Öl mit Risikoprämien gehandelt wurden. Die dadurch höheren Ölpreise stützten wiederum das Bild eines robusten Ölmarktes. Und auf eben jene vermeintlich robuste Verfassung stützte sich die OPEC+ bei der Begründung ihrer Beschlüsse zu Fördermengenausweitungen.

    Währenddessen wurden die mahnenden Stimmen lauter. Die Risikoprämie schmolz nachdem sich die Lage im Nahen Osten - zumindest fürs Erste - beruhigte. Gleichzeitig nahmen die Bemühungen Fahrt auf, den Ukraine-Krieg diplomatisch lösen zu wollen. Plakativ formuliert: Ohne geopolitisch motivierte Risikoprämien war Brent-Öl der Angebotsausweitung „schutzlos“ ausgeliefert; zumal die Nachfrage noch immer vergleichsweise schleppend ist. Im Ergebnis stand zuletzt bei Brent-Öl die eminent wichtige Marke von 60 US-Dollar im Fokus. 

    Auf ihrer Sitzung vom 02. November beschlossen die führenden Staaten der OPEC+ eine weitere Ausweitung der Fördermenge um 137.000 bpd ab Dezember. Gleichzeitig gaben sie für das 1. Quartal 2026 eine Pause der Fördermengenausweitung bekannt. Diese Pause für Januar, Februar und März 2026 wurde auf der jüngsten Sitzung vom 30. November bestätigt. Zur Begründung verwies man auf saisonale Effekte. Das kann man machen. Aber der Beschluss lässt sich auch dahingehend interpretieren, dass die OPEC+ womöglich doch hinsichtlich der Verfassung des Ölmarktes ins Grübeln gekommen ist. Die nächste Sitzung der führenden OPEC+ Staaten findet im Übrigen am 04. Januar statt. 

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    US-Daten als maßgeblicher Belastungsfaktor für die Ölpreise

    Mit einer gewissen Anspannung sieht man Woche für Woche am Ölmarkt der Veröffentlichung der US-Daten entgegen. Vor allem die überaus vitale US-Ölförderindustrie versetzt die Marktakteure regelmäßig in Aufruhr, verstärkte sie doch die Sorgen hinsichtlich eines globalen Überangebots. Schauen wir uns die aktuellen US-Daten für die Woche zum 28. November einmal genauer an. Die EIA (U.S. Energy Information Administration) vermeldete für die Woche zum 28. November abermals einen Anstieg der US-Rohöllagerbestände – dieses Mal um 0,6 Mio. Barrel auf 427,5 Mio. Barrel. Die US-Ölproduktion verzeichnete bekanntlich in der Woche zum 07. November mit 13,862 Mio. bpd ihr bisheriges Rekordhoch. In der Woche zum 28. November blieb man mit einer US-Ölproduktion in Höhe von 13,815 Mio. bpd nur wenig unter der Rekordmarke. 

    Zusammengefasst - Brent-Öl droht der Worst Case

    Der anhaltende Aufbau der US- Rohöllagerbestände sendet kein sonderlich positives Zeichen in den Ölmarkt. Gleiches gilt für die auf Hochtouren laufende US-Rohölproduktion. Bricht man die aktuelle Situation auf die charttechnischen Aspekte herunter, dann zeichnet sich ein reichlich negatives Bild. 

    Intakte Abwärtstrends sowie die deutlich absinkende 200-Tage-Linie dominieren aktuell den Brent-Chart. Der Verlust des eminent wichtigen Preisbereiches von 70 US-Dollar wirkt nach. Von diesem Rückschlag hat sich Brent-Öl bislang nicht erholen können. Zudem mahnt das Unvermögen des Ölpreises, über die 65 US-Dollar vorzustoßen, zur Vorsicht. Der Druck auf die 60 US-Dollar nimmt zu. Der Worst Case droht. Sollte die Unterstützungszone 60 US-Dollar / 58 US-Dollar brechen, würde sich für den Ölpreis die Falltür in Richtung 52 US-Dollar und 46,5 US-Dollar öffnen. Dabei muss es jedoch nicht bleiben. Um erste Akzente auf der Oberseite zu setzen und für Entlastung zu sorgen, bedarf es eines dynamischen Vorstoßes über die 70 US-Dollar.

    Es bleibt dabei: Die aktuelle Gemengelage limitiert die Aktien der großen Ölproduzenten, wie BP, Shell, Exxon Mobil oder Chevron. Im Gegensatz dazu haben die Aktien von Gold- und Silberproduzenten, wie Barrick, Newmont, Pan American Silver und nicht zuletzt die altehrwürdige Hecla Mining noch immenses Aufwärtspotenzial. Die Musik spielt wie eingangs bereits angerissen gegenwärtig im Edelmetallbereich. Und dabei dürfte es vorerst bleiben. 

    Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte

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    Verfasst vonRedakteurMarcel Torney
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