Ausblick auf 2026
Bank of America sieht Boom statt Blase: Das müssen Anleger jetzt wirklich wissen
Die Bank of America rechnet 2026 trotz Volatilität mit stärkerem Wachstum. KI, China und eine neue Investitionswelle sollen die Märkte antreiben.
- BofA erwartet 2026 starkes Wachstum in USA und China.
- KI-Investitionen und Politik treiben Märkte an.
- Schwellenländer profitieren von schwachem US-Dollar.
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Die Bank of America (BofA) blickt optimistischer als viele Konkurrenten auf das Jahr 2026. Die US-Ökonomie, China und das weltweite Investitionsklima entwickeln sich nach Einschätzung der Analysten besser als bislang angenommen. Candace Browning, Chefin von BofA Global Research, sagte:
Trotz dieser anhaltenden Sorgen bleibt unser Team optimistisch bei Wirtschaft und künstlicher Intelligenz.
Sie betonte, das Institut rechne mit überdurchschnittlichem Wachstum in den Vereinigten Staaten und China und sehe keine akute Gefahr einer KI-Blase.
USA wachsen über Konsens – Politik und KI helfen
Seniorökonom Aditya Bhave erwartet für die Vereinigten Staaten ein Wachstum von 2,4 Prozent im Schlussquartal 2026 gegenüber dem Vorjahr. Er begründet den positiven Ausblick mit dem "One Big Beautiful Bill Act", steuerlichen Verbesserungen für Unternehmen, Impulsen durch Handelspolitik und der verzögerten Wirkung der Zinssenkungen der US-Notenbank.
Gleichzeitig treibt die KI-Investitionswelle die Wirtschaft spürbar an. Die Analyse früherer Technologiezyklen deutet laut BofA darauf hin, dass der Markt noch nicht überhitzt.
China überrascht positiv
Chefökonomin Helen Qiao hob die Wachstumsprognose für China auf 4,7 Prozent für 2026 an. Die jüngsten Fortschritte in den Handelsgesprächen und die zunehmende Wirkung der Konjunkturmaßnahmen richten die Prognoserisiken der BofA "eher nach oben".
Schwellenländer profitieren vom US-Dollar
David Hauner erwartet für Schwellenländer ein günstiges Umfeld. Ein schwächerer US-Dollar, niedrige Zinsen und geringe Ölpreise könnten 2026 zu weiter steigenden Renditen führen.
Aktienmärkte: Gewinne ja, Kursfeuerwerk nein
US-Aktienstrategin Savita Subramanian prognostiziert US-Aktienmarkt ein Gewinnwachstum je Aktie von 14 Prozent. Der S&P-Index solle jedoch nur um 4 bis 5 Prozent steigen und das Jahr bei 7.100 Punkten beenden. Sie sieht Anzeichen für einen Übergang vom konsumgetriebenen Bullenmarkt zu einer Phase steigender Investitionen.
Anleiherenditen könnten fallen
Die BofA geht davon aus, dass die Anleger die Anleihepreise derzeit zu pessimistisch bewerten, da die Zinssenkungen der US-Notenbank und ihr Fokus auf die Inflationsbekämpfung die Renditen tendenziell drücken könnten. Mark Cabana, Leiter der US-Zinsstrategie, erwartet, dass die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen Ende 2026 zwischen 4 und 4,25 Prozent liegen wird, mit Risiken nach unten. Die US-Ökonomen der Bank rechnen damit, dass die Fed die Zinsen bei der Sitzung im Dezember 2025 um 25 Basispunkte senkt und 2026 zwei weitere Male, im Juni und Juli, reduziert.
Immobilienmarkt und Kreditsektor im Wandel
Die BofA erwartet, dass die Immobilienpreise weitgehend stabil bleiben, während die Verkaufsaktivität wieder zunehmen dürfte. Private Kreditmärkte bringen laut Neha Khoda voraussichtlich geringere Renditen. Hochzinsanleihen erscheinen deshalb attraktiver.
Rohstoffe: Kupfer bleibt knapp
Metallstratege Michael Widmer hält eine starke Entwicklung des Kupferpreises für möglich. Engpässe beim Angebot und steigende Nachfrage sprechen dafür.
Damit deutet die BofA auf ein Marktumfeld hin, das zwar volatil bleibt, aber erhebliche Chancen für Anleger bietet.
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Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

