Websites weltweit down
Globaler Stillstand: Cloudflare-Fiasko trifft erneut Millionen – Aktie verliert
Plattformen brechen beim Laden ab, Admins verlieren Dashboard und API. Die Aktie rutscht vorbörslich ab, bevor Cloudflare eine erste Entwarnung andeutet. Die Infrastruktur zeigt erneut Schwachstellen.
- Plattformen laden nicht, Admins verlieren Zugriff.
- Cloudflare meldet Fehlerbehebung, Aktie erholt sich.
- Störung durch Wartungsarbeiten, Infrastruktur überlastet.
- Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
Cloudflare hat am Freitag eine Fehlerbehebung für eine Störung veröffentlicht, die weltweit zahlreiche Websites und zentrale Unternehmensdienste beeinträchtigte. Die Aktie fiel im vorbörslichen Handel zunächst um 6 Prozent, nachdem Cloudflare Ermittlungen zu ausgefallenen Seiten angekündigt hatte, erholte sich jedoch teilweise, als das Unternehmen kurz darauf mitteilte, man habe "eine Fehlerbehebung implementiert" und warte nun auf die Ergebnisse.
Auslöser waren weitreichende Probleme im Content-Delivery-Netzwerk und in der Sicherheitsinfrastruktur, die bei vielen Diensten zu einem "500 Internal Server Error" führten. Nutzer berichteten, dass Seiten gar nicht erst luden oder unmittelbar beim Aufbau abbrachen. Die Störung betraf nicht nur die Auslieferung von Webinhalten, sondern auch das Dashboard und die zugehörigen APIs, über die Administratoren Konfigurationen prüfen oder ändern. Fehlermeldungen und Timeouts deuten darauf hin, dass die Probleme tief in der Plattform verankert waren und nicht auf einzelne Regionen beschränkt blieben.
Auffällig war der zeitliche Zusammenhang mit geplanten Wartungsarbeiten in mehreren Rechenzentren, darunter Detroit und Chicago. Während solcher Arbeiten wird der Datenverkehr üblicherweise in andere Regionen umgeleitet, was lediglich zu erhöhter Latenz führen sollte. Im aktuellen Fall belastete die Umverteilung die Infrastruktur jedoch stärker als erwartet. Cloudflare erklärte zudem, dass direkte Verbindungen (PNI/CNI) zeitweise nicht erreichbar sein konnten.
In sozialen Netzwerken und bei Monitoring-Diensten bestätigte sich schnell, dass der Fehler weltweit auftrat und sowohl kleine Projekte als auch große Plattformen betraf. Viele Betreiber wiesen darauf hin, dass ihre Server zwar funktionierten, Anfragen jedoch nicht mehr erfolgreich durch Cloudflare geleitet wurden. Für Endnutzer entstand dadurch der Eindruck, die Websites seien vollständig offline, obwohl die Ursache in der vorgelagerten Infrastruktur lag.
Der Vorfall erfolgte weniger als drei Wochen nach einem größeren Ausfall am 18. November, der weite Teile des Netzwerks beeinträchtigt hatte. Obwohl die heutige Störung weniger massiv war, traf sie erneut kritische Komponenten wie Dashboard, API-Zugriffe und Edge-Server, weshalb Betreiber besonders sensibel reagierten. Cloudflare arbeitet laut Statusseite weiterhin an der Analyse und kündigte an, weitere Entwarnungen zu geben, sobald betroffene Knoten isoliert oder neu verteilt wurden.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion
Die Cloudflare Registered (A) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,90 % und einem Kurs von 172,0EUR auf Tradegate (05. Dezember 2025, 10:21 Uhr) gehandelt.

