Korea rüstet für KI
SoftBank setzt auf Korea: Kommt jetzt der große Chip-Boom?
SoftBanks Arm investiert in Südkoreas Chipzukunft. Eine neue Designschule soll Talente ausbilden und Seouls Aufstieg zur globalen KI-Macht beschleunigen.
- SoftBank und Südkorea stärken Chipdesign-Ausbildung.
- 1.400 Chipdesigner sollen für KI-Zukunft ausgebildet werden.
- Masayoshi Son warnt vor rasantem KI-Wachstum.
- Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
Südkoreas Industrieministerium und Arms Mutterkonzern SoftBank haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die das Land im globalen Wettbewerb um Halbleiter und Künstliche Intelligenz stärken soll. Präsidialberater Kim Yong-beom erklärte, das Memorandum of Understanding sehe vor, dass Arm eine Chipdesign-Schule im Land aufbaut, um die lokale Expertise gezielt zu erweitern.
Ausbildung für die nächste Chipgeneration
Das Programm soll rund 1.400 hochqualifizierte Chipdesigner ausbilden. Kim betonte, diese Initiative werde die bislang schwächeren Bereiche System-Halbleiter und Fabless (Unternehmen ohne eigene Herstellung) in der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens gezielt voranbringen. Arm, ein britisches Unternehmen für Chip- und Softwaredesign, verdient sein Geld vor allem über Lizenzen und laufende Royalties.
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Masayoshi Son warnt vor explosivem KI-Wachstum
SoftBank-Chef Masayoshi Son traf am Freitag Präsident Lee Jae Myung und warnte laut Kim vor einem dramatischen Anstieg der Chipnachfrage durch den rasanten Fortschritt der Künstlichen Intelligenz. Son wiederholte, dass KI menschliche Intelligenz übertreffen werde und erklärte, eine künftige Superintelligenz sei "zehntausend Mal smarter als Menschen". Nach seinen Worten sei es Zeit, die Vorstellung aufzugeben, KI ließe sich vollständig kontrollieren, lehren oder managen. Vielmehr müsse man überlegen, wie man "harmonisch" mit ihr lebe.
Korea vernetzt sich mit globalen Tech-Giganten
Südkorea verfolgt das Ziel, zu den drei führenden KI-Nationen aufzusteigen. Präsident Lee sucht dafür die Nähe zu internationalen Technologiegrößen. Er traf zuletzt OpenAI-Chef Sam Altman und Nvidia-Boss Jensen Huang. Gleichzeitig vertiefen nationale Champions ihre Kooperationen: Samsung Electronics und SK Hynix unterschrieben bereits im Oktober Absichtserklärungen, um OpenAIs Rechenzentren mit Speicherchips zu versorgen. Nvidia kündigte an, mehr als 260.000 seiner fortschrittlichsten KI-Chips an die Regierung und große südkoreanische Konzerne zu liefern.
Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
