Nach dem Krypto-Crash
Bevor Sie weiter Bitcoin kaufen – so viel sollten Anleger jetzt maximal halten
Top-Adressen wie Morgan Stanley, Fidelity und Bank of America legen Quoten fest. Experten warnen vor FOMO und Übergewichtung – wer Krypto hält, sollte diese Regeln kennen.
- Top-Finanzinstitute empfehlen Krypto-Allokation von 1-5%.
- Experten warnen vor FOMO und Übergewichtung im Portfolio.
- Bitcoin und Ether stark schwankend, Vorsicht geboten!
- Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
Der massive Kursrückgang von Bitcoin hat die Diskussion neu entfacht, wie stark Kryptowährungen in privaten Portfolios gewichtet sein sollten. Nach Rekordständen zu Jahresbeginn rutschte Bitcoin im November in einen Bärenmarkt, Ether fiel auf knapp 3.200 US-Dollar. Finanzplaner mahnen daher zur Vorsicht: Aufgrund ihrer starken Schwankungsanfälligkeit sollten spekulative Anlagen wie Kryptowährungen oder Gold nur einen kleinen Anteil am Vermögen ausmachen.
Edward Hadad von der Financial Asset Management Corp. empfiehlt, diese Positionen unabhängig von Marktlage und Stimmung klar zu begrenzen. "Unsere Philosophie ist es, in ein gut diversifiziertes Portfolio aus Aktien- und Anleihefonds sowie ETFs zu investieren, das keine direkten Positionen in Kryptowährungen, Gold oder einzelnen Aktien enthält", sagte er. Für Kunden, die dennoch investieren wollen, rät er zu "1 Prozent bis 5 Prozent ihres Gesamtvermögens" und betont, dass sich seine Empfehlung "nicht mit den Kursschwankungen eines Vermögenswerts wie Bitcoin" ändere.
Clifford Cornell von Bone Fide Wealth warnt davor, dass Entscheidungen oft von FOMO geprägt seien. "Bei jeder Änderung eines Portfolios versuche ich immer herauszufinden, ob FOMO … der Hauptgrund ist." Statt pauschaler Ratschläge empfiehlt er Anlegern, ein separates "Chancenportfolio" für alternative Anlagen wie Bitcoin, Gold oder Einzelaktien zu bilden. Gleichzeitig betont er, dass jede Position, die 15 Prozent des Gesamtportfolios erreicht, "zu gewichtig" sei.
Bemerkenswert ist die veränderte Haltung großer Finanzinstitute, die zunehmend selbst Krypto-Empfehlungen aussprechen – ein Zeichen für steigende Kundennachfrage und die zunehmende Etablierung regulierter Krypto-Produkte. Die Bank of America rät ihren Kunden erstmals zu einer Allokation von 1 bis 4 Prozent. "Unsere Empfehlung legt den Schwerpunkt auf regulierte Vehikel, eine durchdachte Allokation und ein klares Verständnis sowohl der Chancen als auch der Risiken", zitiert MarketWatch Chris Hyzy, Chief Investment Officer der Bank of America Private Bank.
Auch Morgan Stanley und BlackRock positionieren sich konservativ. Das Morgan-Stanley-Global-Investment-Committee bezeichnete Bitcoin als "spekulativ und zunehmend beliebt" und empfiehlt maximal 4 Prozent, während BlackRock in einem Ausblick für 2024 eine Quote von 1 bis 2 Prozent vorsah. Fidelity geht etwas weiter und hält 2 bis 5 Prozent für angemessen, für jüngere Anleger sogar bis 7,5 Prozent.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

