Trump-Regierung skeptisch
Netflix goes Hollywood: Mega-Deal mit Warner Bros. Discovery!
Netflix hat den Zuschlag bekommen und kauft jetzt Warner Bros. Die Anleger sind aber noch skeptisch, was die Vereinbarung angeht.
- Netflix kauft Warner Bros. für 82,7 Mrd. USD.
- Anleger skeptisch, Aktienkurs von Netflix im Minus.
- WBD-Aktionäre erhalten Bargeld und Netflix-Aktien.
- Report: Vorsicht, geheim!
Netflix teilte am Freitag mit, dass das Unternehmen Warner Bros. Discovery (WBD), einschließlich der Film- und Fernsehstudios, HBO Max und HBO, für einen Gesamtunternehmenswert von rund 82,7 Milliarden US-Dollar übernehmen wird.
Der Streaming-Riese wird WBD zu 27,75 US-Dollar pro Aktie kaufen.
Ein früherer Bericht von Reuters hatte bereits gemeldet, dass Netflix als höchstbietendes Unternehmen für Warner Bros. Discovery (WBD) hervorgegangen sei.
Die Anleger scheinen noch skeptisch zu sein, die Aktie von Netflix notiert vorbörslich im Minus. Seit die Nachticht publik wurde, wurden die Anteilsscheine von Netflix mit Abschlägen gehandelt. Die Vermutung der Aktionäre könnte sein: Ein so hoher Preis belastet die Bilanz und erhöht das Risiko, dass der Kauf die kurzfristige Profitabilität verwässert.
Der Abschluss der Transaktion wird nach der zuvor angekündigten Abspaltung der Global Networks-Sparte von WBD, Discovery Global, in ein neues börsennotiertes Unternehmen erwartet, die nun im dritten Quartal 2026 abgeschlossen sein soll.
Laut den Bedingungen der Vereinbarung erhält jeder WBD-Aktionär 23,25 US-Dollar in bar sowie 4,501 Aktien der Netflix-Stammaktien für jede gehaltene WBD-Aktie.
Durch die Übernahme würde Netflix seine Dominanz im Streaming-Markt weiter festigen, indem die Studios von Warner Bros. (WBD) und HBO Max integriert werden, was potenziell gebündelte Angebote zur Senkung der Konsumkosten ermöglicht. WBD hatte den Verkaufsprozess im Oktober aufgrund finanzieller Belastungen eingeleitet.
Unser Aktienexperte Markus Weingran hat heute in der wO Börsenlounge erklärt, wie Anleger mit der Aktie von Netflix umgehen sollten, wenn der Streaming-König den Zuschlag erhält.
Der Verkaufsprozess von WBD war zudem umstritten, da Paramount Skydance (PSKY) die "Fairness und Angemessenheit" des Prozesses in Frage gestellt hatte. Insbesondere wirft PSKY WBD vor, ein Angebot von Netflix gegenüber mehreren Offerten von Paramount zu bevorzugen.
Die Trump-Regierung betrachtet den geplanten 82-Milliarden-Dollar-Deal, bei dem Netflix die Film- und Streaming-Sparte von Warner Bros. Discovery übernehmen will, mit "großer Skepsis", wie ein hochrangiger Regierungsbeamter am Freitagmorgen gegenüber CNBC erklärte.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion
