Made in Germany
Diese 10 deutschen Aktien könnten 2026 durchstarten
Trotz negativer Stimmung bietet der deutsche Aktienmarkt 2026 außergewöhnlich gute Chancen, sagt die Deutsche Bank und sieht kräftige Kursgewinne bei diesen Titeln.
- Deutsche Bank sieht 2026 Chancen im Aktienmarkt.
- Negative Stimmung könnte zu Kursgewinnen führen.
- Top-Aktien: KION, Palfinger, VW, Siemens Energy.
- Report: Vorsicht, geheim!
Trotz der anhaltenden Unsicherheit und negativen Stimmung gegenüber dem deutschen Markt, gibt es immer mehr Anzeichen dafür, dass 2026 ein Jahr für eine überraschend positive Wende sein könnte. Der deutsche Aktienmarkt, besonders Unternehmen mit starker Inlandsexposition, werden aktuell unterschätzt, zeigt sich die Deutsche Bank in einer aktuellen Studie zuversichtlich.
Gerade die Diskrepanz zwischen der schlechten Anlegerstimmung und den positiven Fundamentaldaten mache den Markt zu einer vielversprechenden Kaufgelegenheit, erklärten die Analysten um Maximilian Uleer. Die Voraussetzungen für eine "zweite Aufwärtswelle" sind in Deutschland demnach gegeben:
Es gibt keine überhitzten Sektoren wie etwa den Hype um Künstliche Intelligenz, die Bewertungen erscheinen angemessen, und der Fiskus bietet Spielraum für Stimulierung. Die deutsche Binnenwirtschaft wird von einer Reihe positiver Impulse profitieren, darunter Infrastrukturmaßnahmen, sinkende Energiekosten und ein Rückkehr des Konsums.
Vor diesem Hintergrund haben die Experten eine Liste von zehn "Made in Germany"-Aktienempfehlungen zusammengestellt, die sich laut ihrer Analyse als besonders vielversprechend für die kommenden Monate herausstellen könnten. Diese Unternehmen sind bestens positioniert, um von den erwarteten wirtschaftlichen Erholungsimpulsen zu profitieren und könnten den Markt in 2026 positiv überraschen.
Die TOP10 Aktienempfehlungen für 2026:
KION: Als führendes Unternehmen im Bereich Gabelstapler und Lagerautomatisierung wird KION indirekt von Infrastrukturprojekten und sinkenden Energiekosten profitieren.
Palfinger: Das Unternehmen wird von Investitionen in Hochbau, Infrastruktur und Schienenprojekten profitieren und hat eine starke Inlandsexposition (15 % des Umsatzes).
Vossloh: Spezialist für Schieneninfrastruktur, der direkt von der geplanten Modernisierung des deutschen Schienennetzes profitieren wird (14 % des Umsatzes in Deutschland).
Heidelberg Materials: Der führende Zementhersteller in Deutschland steht optimal da, um von staatlichen Anreizen und dem Bauboom zu profitieren.
Voestalpine: Dieses energieintensive Stahlunternehmen wird von sinkenden Energiekosten und einer steigenden Nachfrage im Industriesektor profitieren.
Volkswagen (VW): Mit der höchsten Inlandsexposition aller Automobilhersteller profitiert VW von der Erholung der deutschen Wirtschaft sowie von staatlichen Anreizen für Elektroautos.
TUI: Der Reisekonzern mit starker Präsenz in Deutschland (30 % des Umsatzes) profitiert von einer Erholung des Konsums und der geplanten Senkung der Luftverkehrsabgabe.
Bechtle: Als Marktführer im IT-Dienstleistungssektor wird Bechtle von den anstehenden Digitalisierungsausgaben, insbesondere im öffentlichen Sektor, profitieren.
Commerzbank: Die Bank ist gut positioniert, um von einer steigenden Kreditnachfrage im Inland zu profitieren, insbesondere im Hinblick auf Infrastruktur- und Verteidigungsprojekte.
Siemens Energy: Das Unternehmen wird durch den globalen Anstieg der Investitionen in Elektrifizierung und Datenzentren sowie den deutschen Bedarf an Gasturbinen und Netzausbau stark profitieren.
Weitere Aktien-Ideen
Die Experten nennen zusätzlich ein paar Unternehmen, die nicht zu den Top 10 gehören, sowie vier Titel aus dem Verteidigungssektor, die bewusst ausgeschlossen wurden:
Verteidigungsaktien (bullish, aber ausgeschlossen): Rheinmetall, Hensoldt, Renk, TKMS (ausgeschlossen wegen der "binären Natur" von Friedensverhandlungen).
Weitere Ideen: Zalando, Cancom, Bilfinger, Salzgitter, FUCHS, Freenet, United Internet.
Fazit
Die Deutsche Bank sieht in den deutschen Aktien mit starker Inlandsexposition eine attraktive Möglichkeit für eine Marktneubewertung im Jahr 2026. Die Faktoren wie fiskalische Stimulierung, sinkende Energiekosten und Infrastrukturinvestitionen bieten eine solide Grundlage für die Erholung der deutschen Wirtschaft und damit für eine Erholung der Unternehmensgewinne. Besonders Anleger, die bislang untergewichtet sind, könnten von einer positiven Nachrichtenlage und einem stärkeren Marktfluss profitieren. Die "Made in Germany"-Aktien könnten in den kommenden Monaten zu echten Gewinnern werden.
Mit einem optimistischen Ausblick auf den deutschen Binnenmarkt und einer klaren Fokussierung auf Unternehmen, die von diesen Impulsen am meisten profitieren, sieht die Deutsche Bank den deutschen Aktienmarkt als eine vielversprechende, konträre Kaufgelegenheit.
Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion

