WOCHENAUSBLICK

    365 Aufrufe 365 0 Kommentare 0 Kommentare

    Anleger hoffen auf Weihnachtsgeschenk von der US-Notenbank

    Für Sie zusammengefasst
    • Zinsentscheidung der Fed am Mittwoch im Fokus.
    • Unsicherheit über Zinssenkung wegen Inflation bleibt.
    • Dax kämpft um Stabilität, Jahresstart könnte schwach sein.
    WOCHENAUSBLICK - Anleger hoffen auf Weihnachtsgeschenk von der US-Notenbank

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die neue Woche steht ganz im Zeichen der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt hatten zuletzt weiter sinkende Zinsen eingepreist. Ob die Fed ihnen mit einer Zinssenkung tatsächlich ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk macht, ist mit Blick auf die hartnäckige Inflation in den USA allerdings unsicher. So könnte die Notenbank entweder den Startschuss für eine Jahresendrally geben oder 2025 mit einer herben Enttäuschung enden lassen.

    "Man ist sich in der Fed aktuell nicht einig, ob der Fokus auf die erhöhte Inflation oder den schwachen Arbeitsmarkt gelegt werden soll", stellte Gunter Deuber fest, Chefvolkswirt der Raiffeisen Bank International. Das duale Mandat der Notenbank aus Preisstabilität und Vollbeschäftigung führe aktuell zu einem Zielkonflikt. Da die Inflation infolge der Zollpolitik von US-Präsident Trump aber bisher geringer ausgefallen sei als erwartet, dürfte eine Zinssenkung das wahrscheinlichere Szenario sein, so Deuber. Marktanalyst Luis Ruiz vom Broker CMC Markets sprach gar vom "Weg des geringsten Widerstands".

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu DAX Performance!
    Short
    27.625,02€
    Basispreis
    22,46
    Ask
    × 11,30
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Long
    23.120,18€
    Basispreis
    2,28
    Ask
    × 11,14
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von

    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Nach dem Teilstillstand der US-Regierungsgeschäfte hat die Fed allerdings noch immer wenige und obendrein verspätete Konjunkturdaten für ihre Entscheidungsfindung zur Verfügung. Ob das Fehlen wichtiger Daten zu einer geldpolitischen Lockerung animiert oder eher für ein Stillhalten spricht, sei unklar, gab Patrick Franke von der Helaba zu Bedenken. Der Markt überschätze die Wahrscheinlichkeit einer vorweihnachtlichen Zinssenkung. Allerdings sei mittelfristig sowieso unwichtig, ob die Zinsen im Dezember oder erst im Januar sinken würden.

    Für das kommende Jahr gehen die Anleger von drei weiteren Zinsschritten aus, schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. Sie dürften also vor allem beim geldpolitischen Ausblick der Fed genau hinhören. Aus Sicht von Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank sind die jüngsten Daten aus der US-Wirtschaft zu heterogen, um eine automatische Serie weiterer Schritte zu rechtfertigen. Deshalb bleibe spannend, ob es im Dezember mit Blick auf das weitere Vorgehen der Fed ein "One-Hit-Wonder" gebe und ob dies den Anlegern zur Wochenmitte genügen wird.

    Die weitere Geldpolitik dürfte dabei auch vom neuen Chef der US-Notenbank abhängen. Für den scheidenden Jerome Powell könnte im Mai der Trump-nahe Kevin Hassett übernehmen. Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck, rechnet in der Folge mit einem noch größeren Einfluss des US-Präsidenten auf die Fed. "Und da Trump eher weitere Leitzinssenkungen in Richtung zweieinhalb anstatt der vom Markt erwarteten etwa drei Prozent im nächsten Jahr anpeilt, könnte das für noch etwas mehr als die erwarteten drei Leitzinsschritte nach unten sorgen", ergänzte Greil.

    In diesem Fall könnte den Anlegern jedoch trotz sinkender Zinsen bitter aufstoßen, dass die Notenbank schleichend ihre Unabhängigkeit verliere, mahnte Henning Oligmüller von der LBBW. Er hält daher einen schwachen Jahresstart im Dax für möglich. Seit Juni tendiere der deutsche Leitindex nur noch seitwärts, der Rally gehe seit Monaten die Puste aus. "Historisch bedeutete eine solche Konstellation, dass auch im Folgejahr kaum ein Fortkommen zu beobachten war", kommentierte Oligmüller. Zumal Rückenwind durch weitere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht zu erwarten sei.

    Zuletzt hatte sich der Dax wieder bis zur runden Marke von 24.000 Punkten nach oben gekämpft. Sein Jahresplus liegt bei mehr als einem Fünftel und auch charttechnisch hat sich das Bild für den Leitindex nach der vorherigen Korrektur im November wieder spürbar aufgehellt. Neben der Geldpolitik spiele auch ein mögliches Friedensabkommen in der Ukraine eine wichtige Rolle, sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow. Die konjunkturelle Situation in Deutschland werde dagegen weitestgehend ausgeblendet.

    Allzu viele Daten stehen in der neuen Woche ohnehin nicht auf der Agenda. Lediglich die Industrieproduktion und die Handelsbilanz im Oktober könnten Beachtung finden. Auf Unternehmensseite stehen dafür im Wochenverlauf Jahreszahlen von Thyssenkrupp sowie TKMS , Stabilus , Tui und Carl Zeiss Meditec an. Außerdem laden die Deutsche Börse und Munich Re zum Kapitalmarkttag./niw/tih/men

    --- Von Nicklas Wolf, dpa-AFX ---

     

    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur TKMS Aktie

    Die TKMS Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,23 % und einem Kurs von 43,32 auf Tradegate (05. Dezember 2025, 15:15 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der TKMS Aktie um +36,49 % verändert. Der Gewinn auf 30 Tage beträgt +41,11 %.

    Die Marktkapitalisierung von TKMS bezifferte sich zuletzt auf 6,07 Mrd..






    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen

    Verfasst von dpa-AFX
    WOCHENAUSBLICK Anleger hoffen auf Weihnachtsgeschenk von der US-Notenbank Die neue Woche steht ganz im Zeichen der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt hatten zuletzt weiter sinkende Zinsen eingepreist. Ob die Fed ihnen mit einer Zinssenkung tatsächlich ein vorgezogenes …

    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero