Technologieführer aus dem SDAX
Die Aktie dieses Hidden-Champion könnte jetzt vor einem Comeback stehen!
Die Anteile des Deutschen Medizintechnikunternehmens Carl Zeiss Meditec könnten im kommenden Jahr vor einer Trendwende und höheren Kursen stehen.
- Carl Zeiss Meditec könnte 2024 Trendwende erleben.
- Aktie fiel 25,7% – Erholungschancen steigen.
- Analysten sehen 25% Potenzial für Kurssteigerung.
- Report: Vorsicht, geheim!
Willkommen zum Smartbroker+ Chart der Woche –
Carl Zeiss Meditec
Für den Deutschen Aktienmarkt neigt sich ein überdurchschnittlich erfolgreiches Börsenjahr seinem Ende entgegen. Nicht nur am Gesamtmarkt, auch bei zahlreichen Einzelwerten konnten Anlegerinnen und Anleger attraktive Renditen erzielen. Doch nicht alle Unternehmen waren gleichermaßen erfolgreich. So hat beispielsweise die anhaltende Industriekrise nicht nur hierzulande, sondern weltweit zu einer Underperformance von Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe geführt.
In anderen Branchen wiederum wachsen die Belastungen durch Zoll- und Handelsstreitigkeiten. Dazu gehören neben der Automobilindustrie auch hochspezialisierte Branchen, die als für die Versorgungssicherheit „kritisch“ eingestufte Produkte und Dienstleistungen anbieten. So versucht zum Beispiel die Volksrepublik China sich mithilfe von Zollbarrieren unabhängiger von Medizintechnikprodukten aus dem Ausland zu machen – eine Entwicklung, die für die Aktie von Carl Zeiss Meditec verhängnisvoll war.
Deren Entwicklung ist mit einem Minus von 25,7 Prozent gegenüber dem Stand vor einem Jahr (Vergleichszeitraum: 09.12.2024 bis 08.12.2025) enttäuschend ausgefallen. Nichtsdestotrotz ist im kommenden Jahr mit einem wachsenden Geschäft zu rechnen. Da die Bewertung in den vergangenen Monaten viel Zeit hatte aufzuholen, wachsen die Chancen für eine mögliche Aufholjagd der Anteile.
Carl Zeiss Meditec Chartsignale
- Mehrjähriger Abwärtstrend: Die Aktie handelt seit dem Höhepunkt der Corona-Pandemie in einer hartnäckigen Abwärtsbewegung.
- Bodenbildung in Gange: Trotz neuer Mehrjahrestiefs ist Carl Zeiss Meditec in den vergangenen Wochen eine Bodenbildung gelungen.
- Bullishe Divergenzen: In den technischen Indikatoren MACD und RSI liegen mehrmonatige bullishe Divergenzen vor, die zu einer Trendwende führen könnten.
- Erholungschance: Die verfügt dank einer inzwischen wieder attraktiven Bewertung über die Chance auf eine mittel- und langfristige Erholung.
Quelle: Eigene Darstellung, abgebildeter Zeitraum: 09.12.2020 bis 08.12.2025
Technologieführer vor Turnaround?
Bei Carl Zeiss Meditec handelt es sich um die börsennotierte Medizintechnik-Tochter der gleichnamigen Zeiss-Unternehmensgruppe. Den Konzernursprüngen entsprechend ist das Unternehmen ein Spezialist für optische Anwendungen wie Mikroskopen, Lasern und Diagnostikgeräten etwa in der Augenheilkunde.
Während der Corona-Pandemie spekulierten viele Anlegerinnen und Anleger auf einen anhaltenden Boom der sogenannten Lebenswissenschaften mit langfristig stark steigenden Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Das verhalf auch den Anteilen von Carl Zeiss Meditec zu Rekordnotierungen. Doch die Wachstumserwartungen erwiesen sich als überzeugen. Daher handelt die Aktie seither in einem hartnäckigen Abwärtstrend. Gegenüber dem Allzeithoch von über 200 Euro standen in der Spitze des Abverkaufs Verluste von rund 80 Prozent zu Buche.
Trotz Mehrjahrestiefs zeichnet sich eine Erholungschance ab
In diesem Jahr führte erst der Handelsstreit mit den USA, dann mit China zu fortgesetzten Verlusten. Erst vor wenigen Wochen fiel die Aktie mit 40,30 Euro auf ein neues Mehrjahrestief. Diese stellen in der technischen Analyse Verkaufssignale dar. Bislang ist weiterer Abgabendruck jedoch ausgeblieben, sodass es im Bereich von 42 Euro zu einer Bodenbildung gekommen ist.
Solange die Anteile daher nicht auf neue Mehrjahrestiefs fallen, handelt die Aktie mit einer Erholungschance. Kaufsignale liegen zwar keine vor, aber die technischen Indikatoren haben sich in den vergangenen Monaten trotz der schwierigen Kursentwicklung verbessern können. Somit liegen bullishe Divergenzen vor, die eine mögliche Trendwende immer wahrscheinlicher machen.
Zwar zeigt der Trendstärkeindikator MACD einen intakten Abwärtstrend an, doch Entspannung ist hier mit dem Sprung über die (rote) Signallinie bereits gegeben. Unterdessen konnte sich der Relative-Stärke-Index RSI zeitweise sogar über 50 Punkte und damit in Bereich technischen Rückenwindes verbessern.
Mehr Chancen zur Oberseite als Risiken zur Unterseite
Von der 50-Tage-Linie bei 44,15 Euro ist Carl Zeiss Meditec nur wenig weit entfernt. Ein Sprung hierüber würde für ein erstes prozyklisches Kaufsignal sorgen. Platz bestünde in diesem Fall bis 50 Euro beziehungsweise der bei 51,50 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie.
Im Falle eines neuen Verkaufssignales muss hingegen mit Abgaben in den Bereich zwischen 35,50 und 37,50 Euro gerechnet werden, wo in den Jahren 2016 und 2017 markante Hochs beziehungsweise Tiefs als mögliche Unterstützungen gebildet wurden. Angesichts der bullishen Divergenzen sind aktuell jedoch höhere Kurse zu bevorzugen.
Attraktive Unternehmensbewertung
Auch mit Blick auf die Unternehmensbewertung bietet Carl Zeiss Meditec eine Chance. Für das kommende Geschäftsjahr ist der Konzern mit dem 21,5-Fachen seiner erwarteten Gewinne bewertet. Das ist für einen Technologieführer attraktiv, zumal die Aktie in den vergangenen 10 Jahren durchschnittlich mit einem KGV von 43,4 gehandelt hatte.
Noch günstiger erscheinen die Anteile, wenn das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) betrachtet wird. Dieses liegt für 2026 bei 0,9 und für 2027 bei 0,7. In der Fundamentalanalyse gelten bereits Werte unter 1,0 als günstig.
Auch mit Blick auf andere Kennziffern hat Carl Zeiss Meditec auf dem gegenwärtigen Preisniveau einiges zu bieten. So liegt das Verhältnis aus Unternehmenswert und EBITDA (EV/EBITDA) bei knapp 10 – der Branchendurchschnitt liegt mit 12,5 deutlich höher. Dazu kommen einen Cashflow-Rendite von 5,2 Prozent sowie eine erwartete Dividendenrendite in Höhe von knapp 1,8 Prozent.
Experten sehen Potenzial von knapp 25 Prozent
Dementsprechend rechnen Analystinnen und Analysten mit einem in den kommenden 12 Monaten steigenden Aktienkurs. Bei insgesamt 17 Einschätzungen zur Aktie kommt Carl Zeiss Meditec 7 Mal auf „Kaufen“ oder „Übergewichten“ und 8 Mal auf „Halten“. Das ergibt im Mittel eine Empfehlung zum Übergewichten der Anteile.
Der faire Wert der Aktie ist durchschnittlich mit 53,66 Euro angegeben, was gegenüber dem Kursniveau am Montag eine Upside von 23,5 Prozent darstellt. Während die pessimistischste Einschätzung, eine Empfehlung zum Verkauf, den fairen Wert bei 35,10 Euro sieht, rechnet der optimistischste Experte mit einem Aktienkurs von 69,00 Euro beziehungsweise einer Upside von rund 59 Prozent. Das deutet wie Chart und Unternehmensbewertung auf ein asymmetrisches Chance-Risiko-Verhältnis zugunsten steigender Kurse hin.
Carl Zeiss Meditec auf einen Blick
- ISIN: DE0005313704
- Börsenwert: 3,76 Milliarden Euro
- Dividendenrendite: 1,77 Prozent
- KGVe 2026: 21,5
- Durchschnittliche Analystenempfehlung: Übergewichten
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion
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