EU vs. Big Tech
Die EU droht Meta erneut: Jetzt reagiert der Social-Media-Riese!
Der US-amerikanische Technologiekonzern Meta muss die personalisierte Werbung in Europa einschränken, um nach einer Millionenstrafe weiteren Ärger mit der EU zu vermeiden.
- Meta muss personalisierte Werbung in Europa einschränken.
- Nutzer können ab Januar weniger Daten freiwillig teilen.
- Spannungen zwischen EU und USA wegen Tech-Regulierung.
- Report: Vorsicht, geheim!
Die Europäische Union hat bekanntgegeben, dass Meta seinen Facebook- und Instagram-Nutzern künftig die Möglichkeit bieten wird, weniger personalisierte Werbung zu sehen. Mit dieser Maßnahme reagiert der US-Konzern auf eine Geldstrafe in Höhe von 200 Millionen Euro und soll damit mögliche weitere Konflikte mit der EU vermeiden. Zuvor bereitete die EU ein Kartellverfahren gegen Meta vor, um zu untersuchen, ob die KI-Integration in WhatsApp dem Konzern unfaire Vorteile verschafft.
Weniger Daten, mehr Kontrolle
Ab Januar können Nutzer freiwillig weniger Daten teilen, erklärte die EU-Kommission. Dies sei nötig, um den Vorgaben des Digital Markets Act, dem zentralen Regelwerk der EU für große Technologieunternehmen, zu entsprechen. Bloomberg zufolge hatte die Kommission Meta bereits im Juli darauf hingewiesen, dass das bisherige "Pay-or-Consent"-Modell – das einen werbefreien Service gegen Gebühr ermöglicht – überarbeitet werden müsse.
Wirtschaftliche Bedeutung der personalisierten Werbung
Ein Sprecher von Meta bestätigte die Pläne, verteidigte jedoch zugleich das bestehende Werbemodell. "Personalisierte Werbung ist für die europäische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung – im vergangenen Jahr waren die Anzeigen von Meta mit einer Wirtschaftsleistung von 213 Milliarden Euro verbunden und sicherten 1,44 Millionen Arbeitsplätze in der gesamten EU", erklärte der Sprecher.
Regulatorische Spannungen zwischen EU und USA
Die Ankündigung erfolgt in einer Zeit steigender Spannungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten in Bezug auf die Regulierung großer Technologieunternehmen. Vor wenigen Tagen hatte die EU-Kommission Elon Musks X-Netzwerk mit 120 Millionen Euro unter den digitalen Inhaltsregeln bestraft. US-Politiker wie Vizepräsident JD Vance kritisierten daraufhin die EU-Behörden scharf.
Mit der neuen Regelung versucht Meta, eine Balance zwischen europäischem Recht und seinem Geschäftsmodell zu finden. Nutzer sollen künftig selbst entscheiden können, wie stark sie personalisierte Werbung erhalten, während das Unternehmen die Compliance mit den strengen EU-Vorgaben demonstriert.
Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
Die Meta Platforms (A) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,57 % und einem Kurs von 574,9EUR auf Tradegate (08. Dezember 2025, 16:29 Uhr) gehandelt.
