Trump auf dem absteigenden Ast
Inflationsbremse aus dem Weißen Haus – gut für DIESE Aktien
Sinkende Umfragewerte und steigender politischer Druck. Ein Stratege sieht gezielte Eingriffe der US-Regierung kommen. Warum davon vor allem günstige Midcap-Aktien und zyklische Titel profitieren könnten.
- Politischer Druck zwingt Trump zu wirtschaftlichen Maßnahmen.
- Midcap-Aktien könnten von fiskalischen Impulsen profitieren.
- Zyklische Titel zeigen Chancen bei stabilisierter Nachfrage.
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Nach Einschätzung der Bank of America (BofA) könnten politische Eingriffe von US-Präsident Donald Trump derzeit vor allem günstig bewerteten Midcap-Aktien Rückenwind verleihen. Die Analyse stammt von Chefstratege Michael Hartnett.
Er geht davon aus, dass Trump angesichts sinkender Zustimmungswerte zunehmend wirtschaftspolitisch gegensteuern wird. Ziel sei es, eine weitere Abkühlung der Konjunktur zu verhindern. Das Weiße Haus werde nach Einschätzung des Strategen nicht zulassen, dass der Verbraucherpreisindex auf Jahresbasis in Richtung vier Prozent steigt oder die Arbeitslosenquote die Marke von fünf Prozent erreicht.
In diesem Umfeld rät Hartnett dazu, bis 2026 gezielt auf preiswerte Midcap-Aktien zu setzen. Als Beispiele nennt er börsengehandelte Fonds mit Fokus auf mittelgroße Unternehmen. Diese Titel profitierten besonders stark von fiskalischen Impulsen und einer stabilisierten Binnenwirtschaft.
Gleichzeitig warnt der Stratege vor der wachsenden Marktmacht der großen Technologiekonzerne. Die sogenannten Magnificent Seven könnten seiner Einschätzung nach die gesamte Marktkapitalisierung der Small-Cap-600- und der Mid-Cap-400-Indizes "verschlingen". Damit steige das Risiko von Klumpenbildungen an den großen Indizes weiter.
Über Midcaps hinaus sieht Hartnett Chancen bei zyklischen, binnenmarktorientierten Aktien. Dazu zählen Werte aus dem Hausbau, dem Einzelhandel, der Papierindustrie, dem Transportsektor sowie aus dem Bereich der börsennotierten Immobiliengesellschaften. Diese Titel gelten als besonders sensitiv für konjunkturelle Maßnahmen und eine Stabilisierung der Nachfrage.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion

