Energie-Paradigmenwechsel?
Gerichts-Hammer zerlegt Trumps Energiepolitik – Diese ESG-Aktien knallen hoch!
Eine US-Bundesrichterin stoppt Trumps Windkraft-Verbot: Trump kassiert vor Gericht eine schwere Niederlage. Für die Wind-Branche bedeutet das Urteil Planungssicherheit – und politischen Rückenwind. ESG-Aktien legen los.
- Gericht hebt Trumps Windkraft-Verbot auf, Niederlage.
- Windbranche erhält Planungssicherheit und Rückenwind.
- Aktien von Windkraftunternehmen steigen nach Urteil.
- Report: Vorsicht, geheim!
Ein weitreichender Eingriff der US-Regierung in den Energiemarkt ist vor Gericht gescheitert: Eine Bundesrichterin hat das von Präsident Donald Trump verhängte Verbot neuer Windkraftprojekte in den USA aufgehoben. Die Entscheidung gilt als herber Rückschlag für das Weiße Haus und als großer Erfolg für die angeschlagene Windenergiebranche.
Richterin Patti Saris vom Bundesbezirksgericht in Massachusetts erklärte am Montag, das Vorgehen des Präsidenten sei willkürlich und verstoße gegen geltendes Recht. Der Erlass wurde vollständig kassiert. Trump hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt am 20. Januar per Memorandum verfügt, Genehmigungen und Leasingverträge für neue Windparks an Land und auf See bis zu einer umfassenden Überprüfung durch Bundesbehörden auszusetzen.
Nach Auffassung des Gerichts fehlte für diesen radikalen Kurswechsel jedoch eine tragfähige Begründung. Die zuständigen Behörden hätten nicht nachvollziehbar dargelegt, warum eine so grundlegende Abkehr von der bisherigen Energiepolitik notwendig sei.
Im Mai hatten siebzehn Bundesstaaten, angeführt von der Generalstaatsanwältin des Staates New York, Letitia James, Klage eingereicht. Sie warnten davor, dass das Verbot die gesamte Branche existenziell gefährden würde. Nach der Urteilsverkündung sprach James von einem wichtigen Erfolg im Kampf gegen den Klimawandel und für eine verlässliche Energieversorgung. In einer Stellungnahme betonte sie: "Dies ist ein wichtiger Sieg in unserem Kampf gegen die Klimakrise und zum Schutz einer unserer besten Quellen für saubere, zuverlässige und erschwingliche Energie."
Besonders betroffen vom ursprünglichen Windkraft-Stopp waren Bundesstaaten im Nordosten und im Mittelatlantik. Dort setzen die Regierungen seit Jahren stark auf Offshore-Windparks, um den steigenden Strombedarf zu decken und zugleich den CO₂-Ausstoß zu senken.
Das Weiße Haus reagierte kritisch auf das Urteil. Sprecherin Taylor Rogers erklärte, Offshore-Windprojekte seien bislang bevorzugt behandelt worden, während andere Teile der Energiebranche unter strengen Auflagen gelitten hätten. Ob die Regierung gegen das Urteil Berufung einlegt, ist bislang offen. Für die Windkraftindustrie bedeutet die Entscheidung jedoch zunächst Planungssicherheit und neues Potenzial für Rückenwind.
Die Aktie des dänischen Offshore-Windkraftriesen Ørsted legte nach der Urteilsverkündung an der Börse Kopenhagen zeitweise um mehr als drei Prozent zu. Auch andere Aktien aus dem Sektor, wie beispielsweise Nordex (+2 Prozent), Abo-Wind (+2,4 Prozent) und Vestas (+2,55 Prozent), verzeichneten Kurssteigerungen.
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Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

