Auch Buffett könnte zuschlagen
Burry sieht IPO vor der Tür: Diese beiden Aktien könnten Anleger reich machen
Michael Burry setzt auf zwei unterschätzte US-Finanzriesen – und spricht von einer bevorstehenden Chance, die viele Anleger übersehen. Sogar Warren Buffett könnte plötzlich eine Rolle spielen.
- Burry setzt auf Fannie Mae und Freddie Mac IPOs.
- Er erwartet hohe Neubewertungen nach Börsengang.
- Buffett könnte bedeutenden Teil des IPOs übernehmen.
- Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
Michael Burry, bekannt aus "The Big Short", hat große Wetten auf Fannie Mae und Freddie Mac offengelegt – und rechnet mit einer spektakulären Rückkehr der beiden US-Hypothekenfinanzierer an die Börse. In seinem Substack-Newsletter "Cassandra Unchained" schreibt er, er halte "eine beträchtliche Anzahl" von Stammaktien beider Unternehmen und erwarte "eine erhebliche Neubewertung", sobald Fannie und Freddie über IPOs wieder an die Öffentlichkeit gebracht werden.
Burry geht davon aus, dass die Aktien beim Börsengang "zwischen dem 1- bis 1,25-fachen des Buchwerts" ausgegeben werden könnten. Ein bis zwei Jahre später sieht er sogar die Chance auf eine Bewertung "zwischen dem 1,5- bis 2-fachen des Buchwerts". Mit dem IPO würden die Unternehmen laut Burry von bisherigen Kapitalrestriktionen befreit, was ein "natürliches Wachstumstempo" ermögliche.
Fannie Mae und Freddie Mac spielen nach wie vor eine zentrale Rolle im US-Hypothekenmarkt. Laut Burry besitzen oder garantieren sie rund 62 Prozent aller ausstehenden Hypothekendarlehen in den USA und sichern etwa 70 Prozent der konformen Bankkredite ab. Die beiden Institute wurden ursprünglich gegründet, um bezahlbare Hypothekenfinanzierung sicherzustellen. Nach massiven Verlusten während der Finanzkrise 2008 wurden sie jedoch staatlich übernommen und 2010 von der NYSE delistet. Seither werden ihre Stammaktien auf den außerbörslichen "Pink Sheets" gehandelt.
Burry argumentiert, dass eine Rückkehr an die Börse nun "kurz bevorsteht". Die Trump-Regierung strebt laut Reuters an, die IPO-Prozesse noch dieses Jahr einzuleiten. Auch Bill Ackman hatte sich zuletzt zur Zukunft der beiden Unternehmen geäußert, wenngleich er einen Börsengang weiterhin für "weit entfernt" hält. Als mögliche Beschleunigung nannte er die Ausübung der 79,9-prozentigen Optionsrechte des US-Finanzministeriums an Fannie und Freddie.
Bemerkenswert ist Burrys Einschätzung, dass Berkshire Hathaway eine große Rolle spielen könnte. Er schreibt, es würde ihn nicht überraschen, wenn Warren Buffetts Konglomerat "einen bedeutenden Teil" eines möglichen IPOs übernimmt. Berkshire hatte in der Vergangenheit bereits in hypothekennahe Unternehmen und auch zeitweise in Fannie Mae investiert.
An der Börse sorgte Burrys Bericht sofort für Bewegung: Die Aktien von Fannie Mae stiegen am Montag um rund 2 Prozent, Freddie Mac legte 2,4 Prozent zu. Burry betont jedoch, dass der Weg bis zum IPO trotz Fortschritten anspruchsvoll bleibt: "Für beide Unternehmen bleibt noch ein letzter steiler, windiger und steiniger Weg bis zum Börsengang."
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

