Eine Eiscreme-Revolution?
Warum das Magnum-IPO jetzt die perfekte Chance für Anleger ist
Magnum Ice Cream geht an die Börse und die ersten Erwartungen sind vielversprechend. Analysten sehen großes Potenzial und setzen ein ambitioniertes Kursziel. Warum sich Anleger das nicht entgehen lassen sollten.
- Magnum Ice Cream startet Börsengang mit 7,9 Mrd. €
- UBS empfiehlt „Kaufen“ mit Kursziel 14,3 Euro
- Wachstum in AMEA-Markt, aber langsames Wachstum in EU
- Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
Die Aktien der Magnum Ice Cream Company wurden am Montag, dem 8. Dezember, an der Börse eingeführt und schlossen mit einer Marktkapitalisierung von 7,9 Milliarden Euro, was einem Kurs von 13 Euro pro Aktie entspricht.
Die UBS-Analysten haben für die Aktie eine "Kaufen"-Empfehlung abgegeben und ein Kursziel von 14,3 Euro festgelegt. Das Kursziel basiert auf der erwarteten Outperformance des Unternehmens in einer von strukturellen Gegenwinden geprägten Kategorie, einem Plan zur Margenausweitung, der auf das zweite Halbjahr 2026 ausgerichtet ist, und einer signifikanten Generierung von freiem Cashflow ab 2028/2029. Vorausgesetzt, die Trennungs- und Restrukturierungskosten sinken wie erwartet.
Für das mittelfristige organische Umsatzwachstum prognostizieren die Analysten eine Steigerung von 3,2 Prozent, was sich am unteren Ende der erwarteten Spanne von 3 bis 5 Prozent bewegt. Das Volumen-Mix-Wachstum in Europa und Australien-Neuseeland wird mit 1 Prozent relativ langsam ausfallen, während auch in Amerika nur ein moderates Wachstum von 0,9 Prozent erwartet wird.
Dies ist auf einen Rückgang des Pro-Kopf-Verbrauchs in den entwickelten Märkten und das zunehmende Bewusstsein für gesündere Ernährung zurückzuführen. Der AMEA-Markt (Afrika, Naher Osten und Asien) wird voraussichtlich eine überdurchschnittliche Entwicklung aufweisen, wobei die Türkei einen bedeutenden Beitrag von etwa 30 Prozent zum organischen Umsatzwachstum leisten dürfte.
In Bezug auf die Margenausweitung erwarten die Analysten, dass Magnum im Geschäftsjahr 2026 hinter dem mittelfristigen Ziel zurückbleiben wird. Dies liegt vor allem an einer Margenverwässerung in Indien. Ab den Geschäftsjahren 2027 bis 2029 prognostizieren die Analysten jedoch eine beschleunigte Margenausweitung, da Kosteneinsparungen einen positiven Effekt haben dürften.
Besonders positive Auswirkungen erwarten die Analysten durch sinkende Kakaopreise, die im zweiten Halbjahr 2026 voraussichtlich einen positiven Einfluss auf die Bruttomarge haben werden.
Mit Blick auf die Bewertung wird Magnum derzeit mit einem EV/EBITDA von 8,7 für 2026 und einem KGV von 12,9 gehandelt. Das Kursziel von 14,3 Euro impliziert ein EV/EBITDA von 9,3 und ein KGV von 14,2, was jeweils einen Abschlag von 26 Prozent und 31 Prozent im Vergleich zum europäischen Lebensmittelsektor darstellt.
Sollte Magnum seine mittelfristigen Ziele erreichen und eine solide Erfolgsbilanz vorweisen, sehen die Analysten Potenzial für eine Neubewertung des Aktienkurses. Kurzfristig erwarten die Analysten jedoch aufgrund technischer Faktoren eine gedämpfte Bewertung, da Magnum nicht in die FTSE-Index-Serie aufgenommen wird, was zu einem Abfluss von 580 Millionen US-Dollar führen könnte.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion

