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SAP, Adyen und mehr: Diese europäischen Tech-Aktien starten 2026 durch!
Generative KI ist die Sorge und die Chance Nummer 1 zugleich, sagen die Analysten der Bank of America. Sie sehen dennoch ein starkes Jahr 2026 für europäische Tech-Aktien. Das sind ihre Top-Picks.
- Generative KI: Sorge und Chance für Tech-Aktien 2026.
- SAP, Adyen, Wise und Capgemini als Top-Picks.
- IT-Services erholen sich, M&A-Aktivitäten steigen.
- Report: Vorsicht, geheim!
Bank of America sieht für die Technologiebranche im Jahr 2026 großes Potenzial, insbesondere durch die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI). Obwohl die Sorge vor dem Umbruch durch generative KI 2025 für Kursrückschläge gesorgt hat (SAP hat im Jahresverlauf mehr als 12 Prozent verloren), bleibt die Bank optimistisch. Sie erwartet eine beschleunigte Wachstumsdynamik in den Bereichen Software, IT-Services und Zahlungen, die die negativen Narrative um die Technologie überwinden könnte.
Ein zentrales Thema bleibt dabei die generative KI, die sowohl als größte Herausforderung als auch als wichtigste Wachstumschance gilt. Der Report betont, dass die KI-Technologie 2026 eine bedeutendere Rolle im Umsatzwachstum spielen wird, da immer mehr Produkte und Dienstleistungen monetarisiert werden.
Besonders SAP wird dabei hervorgehoben: Der Konzern profitiert von Cloud-Technologie, Daten und der Integration von KI, was das Umsatzwachstum weiter vorantreiben soll. Auch der Softwarehersteller Sage wird als stabiler Performer genannt, dessen betriebliches Wachstum durch KI-gestützte Preisanpassungen gestützt wird. Auch Planisware und TeamViewer stehen auf BofAs Kaufliste für 2026.
IT-Services: Erholung und gezielte Akquisitionen
Im Bereich IT-Services erwartet Bank of America eine Erholung des Marktes im Jahr 2026, nachdem 2025 schwache Wachstumszahlen verzeichnet wurden. Wichtige Segmente wie Finanzdienstleistungen und der öffentliche Sektor sollen sich erholen. Generative KI bleibt auch hier ein großes Diskussionsthema, da Unternehmen wie Capgemini ihre Investitionen in KI-Technologien weiter ausbauen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch Nischenanbieter wie dänische Netcompany und die französische Sopra werden als erfolgversprechend angesehen, da sie mit differenzierten Angeboten punkten können. Bank of America hat die Aktie von Kainos von Underperform auf Buy hochgestuft, aufgrund einer verbesserten Wachstumsdynamik. HBX Group und Sabre verdienen sich ebenfalls eine Kaufempfehlung.
Zahlungsdienste: Divergente Wachstumstrends – Adyen und Wise im Fokus
Im Bereich Zahlungsdienste bleibt der Ausblick ebenfalls positiv, mit einer klaren Unterscheidung zwischen den Marktführern und den wachstumsstärkeren Unternehmen. Besonders Adyen sticht hervor, da das Unternehmen mit einer außergewöhnlich hohen Wachstumsrate von über 20 Prozent im Umsatz und mehr als 25 Prozent beim EBITDA bis 2027 punkten soll. Auch Wise, als führender Anbieter für grenzüberschreitende Zahlungen, wird weiterhin als aussichtsreich eingestuft, da das Unternehmen von einer steigenden Nutzerakzeptanz und einer erweiterten Plattformnutzung profitiert.
Valuation und M&A-Potenzial
Obwohl der Sektor 2025 eine Kurskorrektur erlebte, sieht Bank of America nach wie vor großes Potenzial in der europäischen Technologiebranche. Mit einem prognostizierten Umsatzwachstum von 7,6 Prozent im Jahr 2026 wird erwartet, dass die Branche die Marktperformance weiterhin übertreffen wird. Die Bewertung bleibt aufgrund der starken Wachstumszahlen jedoch hoch, insbesondere bei Softwareaktien. Zudem rechnet die Bank mit einer weiteren Zunahme von Fusionen und Übernahmen, da die Branche zunehmend schuldenfrei wird und Private Equity Fonds über erhebliche Cash-Reserven verfügen.
Fazit: Tech-Aktien für 2026 kaufen
Insgesamt sieht Bank of America den europäischen Technologie-Sektor im Jahr 2026 gut positioniert für weiteres Wachstum. Besonders SAP, Adyen, Wise und Capgemini gelten als Top-Picks, während sich auch im Bereich IT-Services eine Erholung abzeichnet. Anleger sollten sich auf Aktien konzentrieren, die von der zunehmenden Rolle der KI profitieren können.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

