Meme-Aktie
GameStop: Crash wegen Umsatzrückgang – Aber HIER lauert die eigentliche Gefahr!
GameStop vermeldet für das 3. Quartal einen deutlich geringeren Umsatz als von Analysten erwartet. An der Nasdaq geht die Meme-Aktie in der Nachbörse auf Talfahrt. Doch etwas anderes beunruhigt Anleger noch viel mehr.
- GameStop meldet 4,5% Umsatzrückgang auf 821 Mio. USD.
- Gewinn pro Aktie steigt auf 24 Cent, trotz Umsatzschwäche.
- Hohe Bitcoin-Investitionen bergen Risiko für Unternehmensbewertung.
- Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
Im dritten Quartal meldete GameStop einen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent auf 821 Millionen US-Dollar im Vergleich zu 860 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Laut LSEG hatten Analysten hingegen mit 987,3 Millionen US-Dollar gerechnet.
Trotz des Umsatzrückgangs konnte GameStop seinen Gewinn pro Aktie auf 24 Cent steigern. Dies stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber den 6 Cent pro Aktie im gleichen Zeitraum des Vorjahres dar. Diese positive Gewinnentwicklung könnte jedoch nicht ausreichen, um die Bedenken der Anleger zu zerstreuen.
Im nachbörslichen Handel an der Nasdaq verlor die Aktie rund 5,7 Prozent an Wert und fiel auf 21,80 US-Dollar je Anteilschein.
Die erheblichen Bitcoin-Investitionen des Unternehmens bergen ein großes Risiko für GameStop. GameStop hatte in diesem Jahr in Kryptowährungen investiert und hielt Ende des dritten Quartals Bitcoins im Wert von rund 519,4 Millionen US-Dollar. Zwar stellt dies einen leichten Rückgang im Vergleich zu den 528,6 Millionen US-Dollar aus dem Vorquartal dar, dennoch bleibt es ein beträchtliches Risiko. Die hohe Volatilität der Kryptowährungsmärkte wirkt sich negativ auf die Unternehmensbewertung aus und könnte in Zukunft für zusätzliche Unsicherheiten sorgen.
Seit Jahresanfang hat der Bitcoin fast 12 Prozent an Wert verloren.
Obwohl die GameStop-Aktie in den letzten Wochen um über 2,5 Prozent gestiegen ist, ist sie im Jahresverlauf um rund 26 Prozent gefallen. Analysten weisen darauf hin, dass die Herausforderungen im Geschäftsumfeld und die Risiken aus den Krypto-Investitionen das Unternehmen weiterhin unter Druck setzen könnten.
Die jüngsten Ergebnisse verdeutlichen die Schwierigkeiten, mit denen GameStop konfrontiert ist, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren von der "Meme-Aktie"-Bewegung und einem Boom im E-Commerce profitiert hatte. Die Frage bleibt, ob GameStop seine Strategie langfristig erfolgreich anpassen kann, um den Umsatz wieder zu steigern und das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.
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Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion
