Neuer Favorit

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    "Nicht alles auf Nvidia" – Starstrategin setzt auf TSMC als KI-Gewinner

    Ellen Hazen rät Anlegern, im KI-Boom weniger auf Nvidia und stärker auf den Chipfertiger TSMC als langfristigen Gewinner zu setzen.

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    Neuer Favorit - "Nicht alles auf Nvidia" – Starstrategin setzt auf TSMC als KI-Gewinner

    Der Höhenflug der künstlichen Intelligenz an den Börsen ist ungebrochen – doch die Debatte über Überbewertungen, wachsenden Wettbewerb und geopolitische Risiken wird lauter. Während viele Anleger weiterhin nahezu reflexartig auf Nvidia setzen, empfiehlt eine Marktstrategin nun einen alternativen Ansatz: Investoren sollten laut Ellen Hazen, Chief Market Strategist und Portfoliomanagerin bei F.L. Putnam Investment Management, verstärkt auf Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) schauen.

    "Der KI-Trade bleibt stark, aber Nvidia ist nicht der einzige Weg", sagte Hazen. TSMC sei für sie seit Jahren eine der überzeugendsten Möglichkeiten, um am globalen KI-Boom zu profitieren.

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    KI-Boom mit Blasenrisiko

    Hazen räumte ein, dass die massiven Investitionen in künstliche Intelligenz fast zwangsläufig zu einer gewissen Überhitzung führen dürften. "Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Blase geben", sagte sie. Gleichzeitig relativierte sie die Risiken: Anders als zur Zeit der Dotcom-Blase Ende der 1990er-Jahre oder beim Eisenbahnboom des 19. Jahrhunderts sei die aktuelle Entwicklung deutlich solider unterfüttert.

    Ein entscheidender Unterschied: Der Großteil der KI-Investitionen werde nicht über riskante Fremdfinanzierung gestemmt. Zudem seien die hohen Bewertungen vieler Technologietitel in erster Linie das Ergebnis realen Gewinnwachstums – nicht bloßer Zukunftsfantasien.

    TSMC als Rückgrat der globalen Chipindustrie

    Während Nvidia mit seinen KI-Beschleunigern weltweit Schlagzeilen macht, arbeitet TSMC im Hintergrund als unverzichtbarer Produktionspartner. Der taiwanische Konzern fertigt Chips für nahezu alle großen Namen der Branche – darunter Nvidia, Apple und AMD. Diese Unternehmen entwerfen ihre Prozessoren selbst, besitzen aber keine eigenen hochmodernen Fabriken.

    Genau darin sieht Hazen den entscheidenden Wettbewerbsvorteil: TSMC verfügt heute über einen technologischen Vorsprung, den kaum ein Rivale einholen kann. "Früher hatte das Unternehmen mehr Konkurrenz im Foundry-Geschäft, doch in den vergangenen zehn Jahren ist diese praktisch verschwunden. Heute ist niemand auch nur annähernd auf Augenhöhe bei der Fertigungstechnologie", sagte sie.

    Diese dominante Stellung macht TSMC aus Sicht vieler Investoren zu einer Art "Infrastrukturwert" der KI-Revolution – unabhängig davon, welcher Chipdesigner am Ende das Rennen macht.

    Starke Zahlen treiben die Aktie

    Die Börse honoriert diese Schlüsselposition bereits. Die TSMC-Aktie ist in diesem Jahr um mehr als 52 Prozent gestiegen, angetrieben von der explodierenden Nachfrage nach Hochleistungsprozessoren für Rechenzentren und KI-Anwendungen.

    Besonders deutlich zeigt sich der KI-Einfluss in den jüngsten Geschäftszahlen: Im dritten Quartal entfielen 57 Prozent des Konzernumsatzes auf den Bereich High Performance Computing, der KI- und 5G-Anwendungen umfasst. Damit ist dieses Segment inzwischen der mit Abstand größte Umsatztreiber des Unternehmens.

    Absicherung gegen mögliche Nvidia-Rückschläge

    Ein weiterer zentraler Punkt in Hazens Argumentation: Selbst wenn Nvidia Marktanteile verlieren sollte – etwa an Googles eigene TPUs oder andere spezialisierte KI-Chips – profitiere TSMC weiterhin. Denn auch diese alternativen Prozessoren müssten in hochmodernen Fabriken gefertigt werden.

    "Wenn Nvidia beginnt, Marktanteile an andere zu verlieren, dann sitzt TSMC trotzdem an der Quelle, weil sie die Chips herstellen", so Hazen. Für Investoren bedeute das eine strategische Absicherung gegen technologische Verschiebungen innerhalb der KI-Landschaft.

    Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurPascal Grunow
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