Konkurrent von Siemens Energy
Dividende verdoppelt, Prognose angehoben: GE Vernova mit Kursexplosion!
Für GE Vernova, US-Mitbewerber von Siemens Energy, laufen die Geschäfte prächtig. Jetzt hat der Konzern seine Prognose angehoben und die Dividende verdoppelt.
- GE Vernova hebt Prognose und Dividende deutlich an.
- KI-Strombedarf treibt Siemens Energy und GE Vernova.
- Hohe Bewertungen bergen Risiken für Anleger und Aktien.
- Report: Renditeturbo 2026 - 5 Aktien mit Potenzial
KI-Stromhunger treibt Siemens Energy und GE Vernova an
Der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren erfordert nicht nur gigantische Investitionen in Halbleiterprodukte, sondern aufgrund des hohen Strombedarfs auch in Energieinfrastruktur – gerade in den USA, wo die Übertragungsnetze nach jahrzehntelangem Investitionsstau marode sind.
Viele Betreiber setzen daher auf dezentrale Lösungen und Energieerzeugung vor Ort, zum Beispiel mithilfe von Gasturbinen oder erneuerbaren Energien. Das sorgt bei Unternehmen wie Siemens Energy und GE Vernova für volle Auftragsbücher und starke Geschäfte – so stark, dass GE Vernova am Dienstagabend seine Prognose angehoben und die Verdopplung der Dividende angekündigt hat. Das zieht am Mittwoch auch die Anteile von Siemens Energy weiter nach oben.
GE Vernova hebt Prognosen für 2025 und 2026 an
Im kommenden Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit Erlösen in Höhe von 41 bis 42 Milliarden US-Dollar, daraus soll ein freier Cashflow von 4,5 bis 5 Milliarden US-Dollar erzielt werden.
Auch für das laufende Geschäftsjahr hat GE Vernova seine Prognose angehoben und erwartet nun einen 500 Millionen US-Dollar höheren freien Cashflow (3,5 bis 4,0 Milliarden US-Dollar) sowie einen Umsatz von 36 bis 37 Milliarden US-Dollar mit einer Tendenz zum oberen Ende der Spanne.
Wachstumstreiber sollen dabei die Kraftwerkssparte sowie das Elektrifizierungsgeschäft sein, die mit 16 bis 18 beziehungsweise 20 Prozent wachsen sollen.
Langfristig wird zweistelliges Wachstum angepeilt
Auch langfristige Wachstumsziele hat das Management vorgestellt. Demnach soll bis nach 2028 ein Jahresumsatz von 52 Milliarden US-Dollar erzielt werden. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) soll sich dabei im niedrigen zweistelligen Prozentbereich bewegen.
Die bereinigte EBITDA-Marge soll dabei bis 20 Prozent betragen. Bislang hatte man mit "nur" 14 Prozent gerechnet. Das zeigt, dass das Unternehmen sehr viel höhere Verkaufspreise erwartet als bisher, was auf einen Nachfrageüberhang hindeutet.
Ein weiteres Indiz hierfür ist die Backlog-Prognose. Das Orderbuch soll von aktuell 135 Milliarden US-Dollar auf "ungefähr" 200 Milliarden US-Dollar bis zum Ende des Jahres 2028 anwachsen. Damit ist die Voraussetzung für ein anhaltend hohes Unternehmenswachstum erfüllt.
Viel mehr Geld für Investoren, Aktie legt deutlich zu
GE Vernova hatte in der US-Nachbörse noch mehr gute Nachrichten für seine Anlegerinnen und Anleger im Gepäck. Die Quartalsdividende soll von 0,25 auf 0,50 US-Dollar verdoppelt werden. Daraus ergibt sich eine Ausschüttungsrendite von etwa 0,3 Prozent. Gleichzeitig wurde das für Aktienrückkäufe zur Verfügung stehende Budget von 6 auf 10 Milliarden US-Dollar angehoben.
Entsprechend groß war die Begeisterung im erweiterten Handel. Die Aktie legte nach rund 913.000 gehandelten Stücken um 6,1 Prozent zu und näherte sich mit einem Kurs von 663,21 US-Dollar bis auf 2 Prozent dem Allzeithoch bei 677,29 US-Dollar an. Eine Marke, die noch am Mittwoch fallen könnte. Von der Prognoseanhebung des Konkurrenten zeigen sich am Mittwoch auch Investoren von Siemens Energy beeindruckt. Die Aktie profitierte und legte im frühen Handel um rund 3,5 Prozent auf neue Allzeithochs zu.
Fazit: Große Chancen, aber auch gewachsene Risiken
Immer deutlicher zeichnen sich nach der Prognoseanhebung von GE Vernova Unternehmen im Bereich Energieerzeugung und -übertragung als KI-Gewinner ab. Das hat bereits in den vergangenen Jahren für kräftige Kursgewinne gesorgt, wofür sowohl die Anteile von Siemens Energy als auch GE Vernova Beispiele sind. Nach Einschätzung der Anlegerinnen und Anleger wird das auch in den kommenden Jahren noch der Fall sein.
Doch ohne Risiken sind die Aktien längst nicht. Die inzwischen hohen Unternehmensbewertungen deuten darauf hin, dass die "einfachen" Gewinne bereits gemacht wurden. Für 2026 ist GE Vernova bereits mit dem 49,2-Fachen seiner erwarteten Gewinne bewertet, für Siemens Energy legen Anlegerinnen und Anleger ein KGVe von 33,4 auf den Tisch. Selbst geringfügige Risse im KI-Narrativ könnten hier rasch zu hohen Kursverlusten und Neubewertungen führen.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

