Zinsen schon niedrig genug?

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    Zins-Schock in 2026: Was wenn die Fed die Zinsen wieder erhöht?

    Traditionelle geldpolitische Regeln deuten darauf hin, dass die Zinsen bereits am unteren Ende des korrekten Niveaus liegen, was die Gefahr eines Kurswechsels erhöht, meint Analyst Jim Reid von Deutsche Bank Research.

    Für Sie zusammengefasst
    • Zinsen am unteren Ende, Kurswechselgefahr steigt.
    • Fed senkt Leitzins um 0,25%, keine neue Lockerung.
    • Zinserhöhungen weltweit könnten US-Politik beeinflussen.
    • Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
    Zinsen schon niedrig genug? - Zins-Schock in 2026: Was wenn die Fed die Zinsen wieder erhöht?

    Am Mittwoch ist wieder Fed-Tag. Der scheidende Notenbank-Chef Jerome Powell wird nahezu sicher eine Senkung des Leitzinses um ein Viertel Prozentpunkt verkünden. Davon gehen Marktteilnehmer laut Fed Watch Tool mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent aus.

    Doch ein Blick in die historische Range für Zinsentscheidungen zeigt: Mit einer Senkung am Mittwoch wäre die Fed am unteren Ende des angemessenen Niveaus angekommen. "Das ist kein Startschuss für eine neue Lockerungsrunde", warnt Stephan Kemper, Chief Investment Strategist, von BNP Paribas. "Wir halten es für möglich, dass die Dots für 2026 keine weiteren Zinssenkungen anzeigen."

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    Deutsche Bank-Analyst Jim Reid hält für 2026 sogar eine Zinserhöhung als überraschende Wendung für möglich. "Schließlich werden wir nächstes Jahr den fiskalischen Impuls durch den Big Beautiful Bill erhalten, und auch die Inflation dürfte über dem Zielwert bleiben."

    Auch international zeichne sich ab, dass der nächste Zinsschritt eher nach oben als nach unten gehe, so Reid. Zentralbanken in Europa, Australien, Neuseeland, Kanada und Japan stellten Zinserhöhungen in Aussicht, was die Spekulation zu einer möglichen Straffung auch in den USA anheizen könnte. Besonders die schnelle Wende in Ländern wie Kanada und Australien, wo noch vor wenigen Wochen Zinssenkungen erwartet wurden, zeigt, wie schnell sich die geldpolitische Landschaft ändern kann.

    Reid warnt, dass ein plötzlicher Richtungswechsel in der US-Politik das Bild für die Aktienmärkte drastisch verändern könnte. Die Abverkäufe in den Jahren 2018 und 2022 seien ebenfalls mit Zinserhöhungen einhergegangen. Das wäre ein klares Warnsignal für das Börsenjahr 2026.

    "Wir haben gerade die schnellsten Zinssenkungen außerhalb einer Rezession seit Jahrzehnten erlebt – ein Szenario, das oft zu einer erneuten Beschleunigung und einer Rückkehr zu Zinserhöhungen geführt hat, was in einigen Fällen sogar in einer Rezession gipfelte. Die Zentralbanken bewegen sich also derzeit auf einem schmalen Grat", so Reid.

    Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurJulian Schick
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