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    Nach dem Big-Tech-Hype: Unser Portfolio für 2026

    Keiner weiß, wann der Big-Tech-Boom endet. Unsere Antwort auf die Ungewissheit sind Substanztitel, Liquidität und Edelmetalle. Der Beitrag Nach dem Big-Tech-Hype: Unser Portfolio für 2026 erschien zuerst auf Der Privatinvestor Börsenbrief.

    Sehr geehrte Privatanleger!

    Keiner weiß, wann der Big-Tech-Boom endet. Die Bewertungen der meisten Big-Techs (außer den Sonderfällen Tesla und NVIDIA) sind mit KGVs von 30 oder 35 noch deutlich unter den Spitzen des Nifty-Fifty-Booms. Es kann also noch weitergehen, muss aber nicht.

    Alphabet, unsere größte Tech-Position, hat allein in den letzten vier Wochen 25 % zugelegt. Wir hatten Alphabet deshalb hoch gewichtet, weil die Aktie vor dem Hintergrund der starken Marktposition des Unternehmens noch deutlich günstiger war als zum Beispiel Apple oder Microsoft. Irgendwann ist sie also zu Ende, die jetzige Boomphase. Um sich zu verdeutlichen, was dann passieren kann, habe ich einmal die jährlichen Renditen des S&P 500 dargestellt.

    Korrekturen sind an der Börse eher selten

    Einbrüche von mehr als 25 % gab es in den letzten 65 Jahren nur zweimal. Anstiege von über 25 % dagegen mindestens 11-mal. Langfristig gewinnen die Bullen immer. Und deswegen bin ich von der Mentalität her Bulle.

    Verluste von mehr als 15 % (auch wenn man z. B. mehrere Verlustjahre in Folge hat) kommen alle 12,8 Jahre vor, die Wahrscheinlichkeit beträgt also 7,8 %. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelnes Verlustjahr von mehr als 20 % eintritt, liegt bei 4,7 % (alle 21,3 Jahre). Die Wahrscheinlichkeit eines Drawdowns (mehrere Verlustjahre in Folge) von mehr als 35 %, liegt ebenfalls bei 4,7 % (alle 21,3 Jahre).

    Im Schnitt beliefen sich die Drawdowns auf minus 40 %. (Es gab drei Fälle: 1973-1974; 2000-2002; 2008) Lassen Sie uns anschauen, wie es mit den Gesamtrenditen bei einer langfristigen Strategie und einem einmaligen Einbruch von 20 oder 30 % aussieht:

    Wenn die Titel des Portfolios eine Renditeperspektive von 10 % p. a. haben, wäre bei einem einmaligen Kursrücksetzer von 20 % nach drei Jahren bereits eine positive Rendite erreicht, die zumindest Anleihenniveau hätte. Bei einer einmaligen Korrektur von 30 % müssten Sie fünf Jahre warten, um eine positive Rendite zu erzielen. Der Breakeven wäre entsprechend früher.

    Wenn die Titel des Portfolios eine Renditeperspektive von 12 % p. a. haben, wäre bei 20 % Drawdown nach drei Jahren bereits eine jährliche Rendite von 4 % erreicht und bei einem Drawdown von 30 % stünden Sie nahe dem Breakeven.

    Wie schon Börsenaltmeister Andre Kostolany sagte: „Auf Dauer ist es besser, ein Bulle zu sein.“

    Wir setzen auf Qualitätsaktien, Liquidität und Edelmetalle

    Was haben wir getan? Neben den (untergewichteten) Big-Tech-Unternehmen haben wir in den Fonds auch Wachstumsunternehmen hoher Qualität aus weniger gehypten Sektoren, wie z. B. die in der letzten Kolumne erwähnte CTS Eventim. Auch ATOSS Softwareist eine Position und Greggs, die zwar langsamer aber ebenfalls wachsen. Das Segment „Qualitätswachstum“ macht ca. 60 % des Portfolios aus.

    Die Unternehmen des Segments wachsen und haben eine hohe Krisenresilienz. Das durchschnittliche Kurs-Cash-Flow-Verhältnis beträgt 14,5, was in etwa halb so teuer wie der S&P-500 ist. Sie erinnern sich:

    Nach dem Platzen der Nifty-Fifty sind vor allem Werte gut gelaufen, die vorher nicht so im Fokus standen. Ja, diese Titel sind in diesem Jahr nicht gut gelaufen. Der Big-Tech-Boom ging weiter. Aber ihre Stunde wird kommen.

    Weitere 20 % des Portfolios bestehen aus Deep-Value-Titeln und die restlichen ca. 20 % machen Edelmetalle und Liquidität aus. Diese Säulen des Portfolios dürften bei einem Drawdown weniger leiden.

    Für die nächste Phase gilt: Statt teurer Technologieaktien richten wir unseren Fokus auf diejenigen Aktien, die nicht so sehr im Scheinwerferlicht stehen und Dauerinvestments sind. Außerdem setzen wir auf Liquidität, Gold und Silber.

    Mehr über unsere Strategien erfahren Sie in unserem aktuellen Fondsbericht. Unser Kundenteam – Philipp Schäferhoff und Daniel Michailow – beantwortet gerne Ihre Fragen im persönlichen Gespräch.

    Auf gute Investments!

    Ihr Prof. Dr. Max Otte

    Dieser Text ist ein Auszug aus der Kolumne von Prof. Dr. Max Otte, die im Kapitalanlagebrief „Der Privatinvestor“, Ausgabe 48/2025 vom 28.11.2025 erschienen ist.


    Der Beitrag Nach dem Big-Tech-Hype: Unser Portfolio für 2026 erschien zuerst auf Der Privatinvestor Börsenbrief.


    Professor Max Otte
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    "Ihre Geldanlage ist Chefsache - und zwar Ihre eigene" (Prof. Dr. Max Otte). Nach diesem Grundsatz unterstützt der Fachbuchautor* Prof. Dr. Max Otte seit mehr als zehn Jahren Privatanleger bei ihrem eigenverantwortlichen Vermögensaufbau. Er agiert dabei unabhängig von Banken und Finanzdienstleistern nach den Prinzipien der wertorientierten Kapitalanlage (Value Investing). Weitere Informationen finden Sie unter: www.privatinvestor.de

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    Verfasst von Professor Max Otte
    Nach dem Big-Tech-Hype: Unser Portfolio für 2026 Keiner weiß, wann der Big-Tech-Boom endet. Unsere Antwort auf die Ungewissheit sind Substanztitel, Liquidität und Edelmetalle. Der Beitrag Nach dem Big-Tech-Hype: Unser Portfolio für 2026 erschien zuerst auf Der Privatinvestor Börsenbrief.

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