Fed senkt die Zinsen um 0,25 %

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    Zinsentscheid: Fed liefert wie erwartet - Entscheidung aber nicht einstimmig!

    Die US-Notenbank hat geliefert wie erwartet. Jerome Powell verkündet einen kleinen Zinschritt abwärts- Damit liegt der Leitzins jetzt zwischen 3,50 und 3,75 %. Ein Schritt den rund 90 % der Experten erwartet hatten.

    Für Sie zusammengefasst
    • US-Notenbank senkt Leitzins auf 3,50-3,75 %.
    • Uneinigkeit im FOMC zeigt Spannungen zwischen Zielen.
    • Fed startet Anleihekäufe, um Geldmarktrisiken zu mindern.
    • Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
    Fed senkt die Zinsen um 0,25 % - Zinsentscheid: Fed liefert wie erwartet - Entscheidung aber nicht einstimmig!

    Die US-Notenbank hat ihren Leitzins am Mittwoch erneut gesenkt – doch der Schritt zeigt vor allem, wie eng der Spielraum für weitere Zinssenkungen inzwischen geworden ist. Der Offenmarktausschuss (FOMC) reduzierte den Zinskorridor wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 3,5 bis 3,75 Prozent. Brisant war allerdings die Abstimmung: Drei Mitglieder stellten sich offen gegen die Senkung – so viele wie seit September 2019 nicht mehr.

    Während Gouverneur Stephen Miran sogar eine deutliche Senkung um 0,5 Prozentpunkte forderte, plädierten die Regionalpräsidenten Jeffrey Schmid (Kansas City) und Austan Goolsbee (Chicago) für einen unveränderten Zinssatz. Die Uneinigkeit zeigt erneut, wie stark die Fed zwischen Inflationssorgen und dem Risiko einer wirtschaftlichen Abkühlung hin- und hergerissen ist.

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    Die begleitende Zinserklärung griff Formulierungen auf, die schon Ende 2024 das Ende eines Zinssenkungszyklus eingeleitet hatten: Der FOMC werde "Umfang und Zeitpunkt weiterer Anpassungen" mit Blick auf Datenlage, Konjunkturperspektiven und Risiken abwägen. Auch diesmal könnte das ein Hinweis sein, dass der Lockerungszyklus vorerst ausläuft.

    Tatsächlich deutet der neue Dot Plot auf kaum noch Bewegung hin. Für 2026 erwarten die Mitglieder nur eine einzige Senkung, für 2027 ebenfalls – bevor der Leitzins langfristig Richtung drei Prozent zurückkehrt. Gleichzeitig spiegeln die Projektionen die tiefe Spaltung im Ausschuss wider: Zwei Nein-Stimmen gegen die aktuelle Senkung, vier zusätzliche nicht stimmberechtigte "konservative Widersprüche" und sieben Teilnehmer, die für 2026 überhaupt keine Senkung sehen.

    Zwar hob die Fed ihre BIP-Prognose für 2026 leicht auf 2,3 Prozent an, doch die Inflation bleibt über dem Ziel. Der bevorzugte Preisindikator lag im September bei 2,8 Prozent – deutlich unter den früheren Spitzen, aber immer noch zu hoch für die Notenbank.

    Auch geldpolitisch kommt Bewegung hinein: Die Fed nimmt nach dem Stopp des Bilanzabbaus im Oktober nun wieder Anleihekäufe auf. Ab Freitag sollen US-Staatstitel im Umfang von 40 Milliarden US-Dollar pro Monat erworben werden. Die Käufe dürften zunächst hoch bleiben, bevor sie nach einigen Monaten deutlich reduziert werden. Hintergrund ist die Sorge vor Spannungen an den Geldmärkten.

    All dies findet zu einem hochpolitischen Zeitpunkt statt. Fed-Chef Jerome Powell nähert sich dem Ende seiner zweiten Amtszeit, und Präsident Donald Trump wird bald einen neuen Kandidaten nominieren. Trump ließ bereits durchblicken, dass für ihn vor allem zählt, ob der neue Vorsitzende niedrigere Zinsen unterstützt. An den Prognosemärkten gilt derzeit Kevin Hassett, Chef des Nationalen Wirtschaftsrats, mit einer Wahrscheinlichkeit von über 70 Prozent als Favorit – vor Kevin Warsh und Christopher Waller.

    Erschwert wurde die Entscheidungsfindung durch den jüngsten Regierungsstillstand: Viele Wirtschaftsindikatoren wurden verspätet oder gar nicht veröffentlicht. Die verfügbaren Daten zeichnen ein gemischtes Bild: wenig Neueinstellungen, wenig Entlassungen – aber gleichzeitig inoffizielle Hinweise auf zunehmende Personalabbaumeldungen. So rechnet das Arbeitsmarktberatungsunternehmen Challenger, Gray & Christmas bis November mit über 1,1 Millionen angekündigten Kündigungen.

    Die US-Indizes nahmen den Zinsentscheid freundlich auf. Während der Dow schon vor dem Zinsentscheid im grünen Terrain war, folgtem ihm der S&P 500 und die Nasdaq nach dem Zinsentscheid. Allerdings nur in kleinen Schritten. Da sich der Ausblick auf weitere Zinssenkung in Grenzen hielt, kam allerdings keine große Jubelstimmung auf. 

    Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge

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    Verfasst vonRedakteurMarkus Weingran
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