Rohstoffriesen im Fokus
Warum Jefferies jetzt auf Gold und Uran statt auf Iron Ore setzt
Jefferies setzt 2026 auf Gold, Uran und Aluminium. Die Analysten sehen fünf australische Minenwerte im Vorteil – weit vor den klassischen Iron-Ore-Giganten.
- Jefferies setzt 2026 auf Gold, Uran und Aluminium.
- Northern Star profitiert von hohen Goldpreisen.
- Paladin Energy profitiert vom Uran-Trend.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Jefferies richtet seinen Fokus für das Jahr 2026 neu aus. Die Analysten erwarten nur moderates globales Wachstum, rechnen mit einer lockereren Geldpolitik und sehen deutliche Qualitätsunterschiede quer durch die Rohstoffmärkte. Gold, Aluminium und Uran bieten nach ihrer Einschätzung mehr Potenzial als die bislang dominanten Eisenerzproduzenten Australiens.
Northern Star profitiert von glänzenden Goldpreisen
Für Northern Star Resources vergibt Jefferies ein Kaufrating. Die Analysten heben stärkere Goldpreisannahmen und eine verbesserte Produktionsplanung hervor. Das Portfolio um die KCGM-Mine sichere stabile Margen und hohe Kapitalrückflüsse. Jefferies erhöhte die Gewinnprognosen bis zum Geschäftsjahr 2026 um bis zu 37 Prozent und spricht von einem mehrjährigen Rückenwind, nachdem der Spotpreis für Gold mehrfach Rekordmarken gesetzt hat.
Paladin Energy rückt dank Uran-Trend nach vorn
Auch Paladin Energy bleibt mit einem Kaufrating auf der Favoritenliste, obwohl das Kursziel leicht sinkt. Jefferies sieht das Unternehmen als klaren Profiteur eines aufstrebenden Uranmarkts. Der wachsende globale Energiebedarf, angetrieben durch künstliche Intelligenz, könnte laut den Analysten eine Lockerung der Regulierung begünstigen. Der Neustart der Langer-Heinrich-Mine biete geringe technische Risiken und niedrige Kosten. Zudem verspreche die Projektpipeline langfristig Potenzial, auch wenn kurzfristige Bewertungen vom zurückhaltenden Rohstoffausblick geprägt sind.
South32 gilt als verlässliche Aluminiumschiene
Für South32 bestätigt Jefferies das Kaufrating und erhöht das Kursziel leicht. Die integrierte Wertschöpfungskette von Bauxit über Tonerde bis Aluminium stärke die Widerstandskraft des Konzerns. Der geplante Rückzug aus dem Mozal-Geschäft belastet zwar das Ergebnis im Geschäftsjahr 2026, doch Jefferies sieht diesen Effekt weitgehend eingepreist. Dadurch könne sich das Ergebnis ab 2027 wieder deutlich beleben.
Pilbara Minerals bleibt ein Wackelkandidat
Pilbara Minerals erhält weiterhin ein Halten. Zwar erwartet Jefferies eine klare Verbesserung von Umsatz und EBITDA, weil sich die Lithiumpreiserwartungen aufhellen. Die anhaltend robuste Nachfrage aus Batterie- und Energiespeichern stütze dies. Dennoch bleibt das Chance-Risiko-Verhältnis laut Analyse ausgewogen. Der Gewinn hängt stark vom Spodumenpreis ab, und die kurzfristige Marktvolatilität mindert die Überzeugung der Analysten trotz langfristiger Optionen in Pilgangoora.
Rio Tinto bietet Stabilität, aber wenig Überraschungen
Auch für Rio Tinto setzt Jefferies das Rating auf Halten. Der Konzern könnte profitieren, falls sich im Aluminiummarkt ein Defizit abzeichnet. Jefferies hebt seine Umsatz- und Gewinnschätzungen leicht an, gestützt auf bessere Preisannahmen für Eisenerz und Aluminium. Dennoch sieht das Haus weniger Aufwärtspotenzial als bei anderen Werten, weil Rio Tinto laut Analyse ein geringeres Wachstumstempo und weniger kurzfristige Impulse bietet.
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Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
