Autonomie-Duell spitzt sich zu

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    Teslas Vorsprung wackelt: Ein Konkurrent zieht überraschend nach

    Rivian startet eine massive KI-Offensive und erweitert sein Autonomie-System drastisch. Doch an der Börse kommt der Schritt schlecht an.

    Für Sie zusammengefasst
    • Rivian startet KI-Offensive für autonomes Fahren.
    • Neue Funktionen ab 2025: freihändiges Fahren möglich.
    • Börse skeptisch: Aktie fiel trotz technologischem Fortschritt.
    • Report: Vorsicht, geheim!
    Autonomie-Duell spitzt sich zu - Teslas Vorsprung wackelt: Ein Konkurrent zieht überraschend nach

    Rivian stemmt sich mit einer KI-getriebenen Strategie gegen die Flaute im Geschäft mit Elektrotrucks und SUVs. Das Unternehmen hat seine frühere Technologie für autonomes Fahren 2022 verworfen und komplett neu begonnen. Firmenchef RJ Scaringe beschreibt den Wandel als logische Konsequenz eines Moments, in dem künstliche Intelligenz die herkömmlichen Systeme klar überholt habe. "Sobald man die Verbesserungsraten und die dahinterstehenden Daten sieht, ist der Unterschied mehr als nur Tag und Nacht. Es ist, als wäre es nicht einmal mehr dieselbe Liga", sagt er.

    Ausweitung der autonomen Funktionen

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    Noch in diesem Monat erweitert Rivian sein hands-free System auf ein Streckennetz von 3,5 Millionen Meilen in Nordamerika. Bisher deckt die Funktion lediglich rund 135.000 Meilen ab. Scaringe spricht von einem "Daten-Schwungrad", das mit jeder gefahrenen Meile schneller drehe. James Philbin, Rivians Leiter für Autonomie und KI, verspricht:

    Wenn es eine klare Markierung gibt, kann man jetzt freihändig fahren.

    Ab 2025 sollen neue Rivian-Modelle punktgenaue, freihändige Navigation ermöglichen. Scaringe stellt eine Zukunft in Aussicht, in der Fahrer lesen, auf dem Handy tippen oder ihre Kinder allein zur Schule schicken lassen können. Einen Zeitpunkt für vollautonomes Fahren nennt er nicht.

    Eigene Chips, neue Preise

    Wie Tesla baut auch Rivian eigene Computerchips, um Daten aus realen Verkehrssituationen schneller zu verarbeiten. Im März 2026 will das Unternehmen seine Autonomie-Features erstmals bepreisen: 50 US-Dollar monatlich oder 2.500 US-Dollar einmalig. Scaringe hält den Preis für gerecht und sieht langfristig Raum für Erhöhungen. "Lassen Sie uns das Produkt erst ausrollen und dann eine Beziehung zu den Kunden aufbauen", sagt er.

     

    Schwieriger Markt und skeptische Anleger

    Trotz des technologischen Vorstoßes blieb die Reaktion an der Börse kühl. Die Aktie fiel um 6 Prozent und schloss am Donnerstag bei 16,43 US-Dollar. Rivian schreibt seit 14 Jahren Verluste und muss dringend profitabler werden. Der geplante, deutlich günstigere SUV R2 ab 45.000 US-Dollar soll dazu beitragen.

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    Gleichzeitig laufen wichtige Marktstützen aus. Käufer erhalten keinen bundesweiten Kredit über 7.500 US-Dollar mehr, und gelockerte Verbrauchsvorschriften unter Präsident Trump haben den Handel mit regulatorischen Emissionsgutschriften nahezu zerstört.

    Konkurrenz rüstet auf

    Analysten von Morgan Stanley warnen, Rivians Zukunft hänge stark davon ab, bei autonomer Technologie mit Tesla mitzuhalten. Auch Lucid und General Motors investieren massiv. GM plant ab 2028 eine "eyes-off"-Funktion für seine Cadillac-Modelle.

    Rivian steht damit unter enormem Druck – und setzt voll auf die Hoffnung, dass KI der entscheidende Hebel für Wachstum wird.

    Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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