DAX-Alarmstufe Aufbruch
Zehn Trends, die 2026 zum entscheidenden Börsenjahr machen könnten
Die Commerzbank blickt mit vorsichtigem Optimismus auf 2026 – und zeichnet ein Bild, das für den DAX neue Chancen eröffnet. Entscheidend: Konjunkturimpulse, fallende US-Zinsen, steigende Gewinne – und hohe Volatilität.
- Deutsche Wirtschaft wächst 2026 um 1,2 Prozent.
- US-Zinsen sinken, stärken DAX und exportorientierte Firmen.
- Hohe Volatilität bietet Chancen für taktische Anleger.
- Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
1. Deutsche Wirtschaft erwacht
Nach Jahren der Flaute soll die deutsche Wirtschaft 2026 um 1,2 Prozent wachsen. Ein großes Fiskalpaket und höhere Verteidigungsausgaben könnten DAX-Unternehmen erstmals seit Langem wieder
spürbaren Rückenwind verschaffen.
2. USA überraschen positiv
Trotz schwacher Frühindikatoren hält die Bank ein US-Wachstum von 2,2 Prozent für realistisch. Zinssenkungen, weniger Handelsunsicherheit, neue Steuerregeln und KI-Investitionen gelten als starke
Treiber – gut für exportorientierte DAX-Konzerne.
3. US-Leitzins als Bullenmotor
Mit einem möglichen Rückgang des US-Leitzinses auf 2,5 Prozent sieht die Commerzbank einen klaren Katalysator. Ein geldpolitisch freundlicherer Kurs der Fed unter neuem Vorsitz dürfte die
Risikobereitschaft stärken.
4. Analysten kehren zu positiven Gewinnrevisionen zurück
2025 war ein Jahr fallender Schätzungen – 2026 könnte die Trendwende bringen. Verbessertes Umfeld, weniger politische Unsicherheit und ein stabilerer Euro sprechen für steigende Gewinnerwartungen.
5. Gewinnsprung von 6 bis 8 Prozent
Nach Jahren der Stagnation sollen die Gewinne der DAX Konzerne 2026 wieder wachsen. Zwar bremsen Zölle und der starke Euro, doch bessere Konjunktur und Produktivitätsschübe durch KI lassen laut
Commerzbank solide Gewinnzuwächse erwarten.
6. Bewertung bleibt hoch – und stabil
KGV 15, KBV 1,8: Die Commerzbank sieht kaum Luft nach oben, aber auch keine Überhitzung. DAX-Performance 2026 dürfte eng am Gewinnwachstum hängen – also ebenfalls 6 bis 8 Prozent Potenzial.
7. 25 DAX-Unternehmen wollen die Dividende erhöhen
Besonders Banken, Versicherer und Versorger sollen nachlegen. Zykliker dagegen stagnieren, Autohersteller stehen unter Druck.
8. Trotzdem sinkt die Gesamtausschüttung
Trotz großer Erhöhungen etwa bei Allianz, Telekom und Deutscher Bank fällt die Dividendensumme voraussichtlich auf 51,8 Mrd. Euro – vor allem wegen deutlicher
Kürzungen im Autosektor.
9. Versicherer werden neuer Dividendenkönig
Mit erwarteten 10,7 Mrd. Euro überholen sie die Autobauer klar. Ein Sektorwechsel, den es seit 2011 nicht gab – und ein Signal für den strukturellen Druck im Automarkt.
10. Mehr Volatilität – und Chancen
Zwei bis drei Konsolidierungen mit VDAX über 20 gelten als wahrscheinlich. Handelskonflikte, Fed-Wechsel und KI-Hype könnten für Nervosität sorgen. Die Commerzbank empfiehlt, Rücksetzer von 5 bis
10 Prozent als Einstiegsgelegenheiten zu nutzen.
Fazit: 2026 könnte zum Jahr werden, in dem der DAX wieder durchstartet – allerdings mit Turbulenzen, die Anleger taktisch nutzen sollten.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

