237 Aufrufe 237 0 Kommentare 0 Kommentare

    Wechsel bei Schmuck - Diese Trends verzeichnet die Branche

    Für Sie zusammengefasst
    • Verbraucher suchen Alternativen zu Goldschmuck.
    • Platin und synthetische Diamanten im Trend.
    • Steigende Preise schrecken Käufer im Luxussegment nicht.
    Wechsel bei Schmuck - Diese Trends verzeichnet die Branche

    PFORZHEIM (dpa-AFX) - Beim Kauf von Schmuck suchen Verbraucher einem Branchenexperten zufolge verstärkt nach Alternativen - nicht zuletzt angesichts der Goldpreis-Rallye in diesem Jahr. Beispielsweise gebe es bei Trauringen einen eindeutigen Trend hin zu Platin, sagte Guido Grohmann vom Bundesverband Schmuck-, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien (BVSU) in Pforzheim. Insbesondere 600er-Legierungen, die also zu 60 Prozent aus Platin bestehen, seien gefragt.

    Auch der Marktanteil synthetischer Diamanten wachse. "Sie sind signifikant günstiger als natürliche Diamanten", erklärte Grohmann. Das sei einer von mehreren Gründen, dass der Vertrieb natürlicher Diamanten in einer Krise sei. Ein Förderer habe den Abbau in einer Mine in Kanada sogar im Verlauf des Jahres wegen mangelnder Absatzmöglichkeiten eingestellt, sagte der BVSU-Hauptgeschäftsführer.

    Grohmann geht aber davon aus, dass sich die Konkurrenzsituation auflösen dürfte - und synthetische Diamanten dabei nicht einfach ihre natürlich entstandenen Vorbilder ersetzen. Vielmehr dürften sich synthetische Diamanten demnach im niedrigpreisigen Segment durchsetzen, natürliche Diamanten hingegen im hochpreisigen. Um synthetische Diamanten herzustellen, werden Kohlenstoff-Teilchen bei hohen Temperaturen unter extremem Druck gepresst.

    Last-Minute-Einkäufer könnten Pech haben

    Beim Weihnachtsgeschäft laufe es immer mehr auf einen Schlussspurt hinaus, berichtete Grohmann: Viele Kundinnen und Kunden machten sich erst zum Ende der Adventszeit, kurz vor Heiligabend, auf den Weg. Komme aber jemand am 22. Dezember mit konkreten Vorstellungen, wie ein Schmuckstück aussehen oder welche Größe ein Ring haben soll, könne es problematisch werden.

    Zumal die Warenlager bei Juwelieren und Herstellen nicht mehr so voll seien wie früher, da sich die steigenden Preise auch auf die Höhe der Versicherungen auswirkten, erklärte der Fachmann. Sorgen machen brauchen sich Kunden den Angaben zufolge aber nicht: "Wir haben in keinem Fall eine Rohstoffknappheit", sagte Grohmann. Mit den vier Haupt-Edelmetallen Gold, Platin, Silber und Palladium sowie unterschiedlichen Legierungen gebe es auch eine breite Palette an Möglichkeiten.

    "Steigende Preise scheinen Verbraucher nicht abzuschrecken"

    Insgesamt laufen die Schmuck-Geschäfte in der oberen Preislage laut Grohmann sehr gut. "Steigende Preise scheinen Verbraucher in diesem Segment nicht abzuschrecken", sagte er. Derart teure Schmuckstücke würden wohl auch als Wertanlage gesehen.

    Anders sehe es in mittleren und unteren Preisklassen aus. "Da ist das Publikum vielleicht auch etwas preissensibler", sagte Grohmann. "Ich will aber keine dramatischen Bilder erzeugen. Da haben wir schon Schlimmeres erlebt."

    In der Schmuckindustrie wurden 2025 laut dem Verband bis zum Ende des dritten Quartals Schmuck und Edelmetallprodukte im Wert von 4,98 Milliarden Euro exportiert. Das sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg um gut 29 Prozent. Der Import von Schmuckprodukten habe mit 4,7 Milliarden Euro um rund 44 Prozent höher gelegen als in den ersten neun Monaten 2024.

    Zur Einordnung der "exorbitanten Steigerungen" teilte der BSVU im November mit: "Die statistischen Werte spiegeln lediglich die in Euro gemessenen Im- und Exporte wider. Dabei darf man nicht vergessen: In den vergangenen Jahren sind sowohl die Inflation als auch die Edelmetallpreise erheblich gestiegen." Ein großer Teil der Steigerungen in den Handelsstatistiken sei daher auf Preis- und Währungseffekte zurückzuführen und nicht auf eine höhere Nachfrage./kre/DP/zb






    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen

    Verfasst von dpa-AFX
    Wechsel bei Schmuck - Diese Trends verzeichnet die Branche Beim Kauf von Schmuck suchen Verbraucher einem Branchenexperten zufolge verstärkt nach Alternativen - nicht zuletzt angesichts der Goldpreis-Rallye in diesem Jahr. Beispielsweise gebe es bei Trauringen einen eindeutigen Trend hin zu Platin, sagte …

    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero