Asiens Börsen rutschen ab

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    Südkorea führt Verluste an – China-Daten und KI-Zweifel belasten

    Nach der jüngsten Tech-Korrektur kippt auch die Stimmung an Asiens Börsen, da schwache China-Daten und wachsende Zweifel am KI-Boom die Märkte belasten.

    Für Sie zusammengefasst
    • Asiens Börsen unter Druck durch schwache China-Daten.
    • KI-Euphorie bröckelt, Investoren werden vorsichtiger.
    • Südkorea besonders betroffen, Aktienmärkte fallen stark.
    • Report: Vorsicht, geheim!
    Asiens Börsen rutschen ab - Südkorea führt Verluste an – China-Daten und KI-Zweifel belasten

    Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum sind zum Wochenauftakt deutlich unter Druck geraten. Nach dem Rücksetzer an der Wall Street am Freitag sorgten schwächere Konjunktursignale aus China, anhaltende Sorgen um den KI-getriebenen Tech-Boom und steigende Anleiherenditen für eine spürbar riskoaverse Stimmung. Besonders stark traf es südkoreanische Aktien.

    KI-Euphorie bekommt Risse

    Auslöser der breiten Schwäche war ein Kursrutsch bei US-Technologiewerten zum Wochenschluss. Zurückhaltende Ausblicke von KI-nahen Schwergewichten wie Broadcom und Oracle hatten Investoren dazu veranlasst, die Nachhaltigkeit der KI-Rallye infrage zu stellen. Marktteilnehmer sprachen von einer Rotation weg von wachstumsstarken Titeln hin zu defensiveren Anlagen.

    "Es ist ein klassischer Tag, an dem Value besser abschneidet als Growth", sagte Jed Ellerbroek, Portfoliomanager bei Argent Capital Management. Investoren seien im KI-Segment nicht pessimistisch, aber spürbar vorsichtig und zögerlich.

    Südkorea unter starkem Verkaufsdruck

    In Asien führte Südkorea die Verluste an. Der Leitindex Kospi fiel um 2,16 Prozent, während der technologieorientierte Kosdaq 1,17 Prozent nachgab. Besonders stark fielen der Speicherchip-Hersteller SK Hynix mit mehr als vier Prozent und Samsung Electronics mit minus 3,3 Prozent.

    Japan: Yen fester, Renditen steigen

    Auch japanische Aktien gaben nach. Der Nikkei 225 gab um rund 1,3 Prozent nach, der breiter gefasste Topix verlor 0,27 Prozent. Parallel legte der Yen auf etwa 155,5 je US-Dollar zu, da sich Anleger vor der anstehenden geldpolitischen Sitzung der Bank of Japan positionierten. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg den zweiten Tag in Folge um zwei Basispunkte auf rund 1,96 Prozent.

    Auf der Konjunkturseite sorgte der vierteljährliche Tankan-Bericht für gemischte Signale. Der Stimmungsindex für große Industrieunternehmen kletterte im vierten Quartal auf +15 nach +14 im Vorquartal und erreichte damit den höchsten Stand seit vier Jahren. Der Index für den Dienstleistungssektor lag bei +34.

    Marktteilnehmer richten ihren Blick nun auf die Aussagen von Notenbankchef Kazuo Ueda, von denen sie Hinweise auf den geldpolitischen Kurs im kommenden Jahr erwarten. Analysten halten einen Leitzins von bis zu 1 Prozent bis zum Sommer für möglich.

    China-Daten enttäuschen – Immobiliensektor bleibt Sorgenkind

    In China dämpften schwache Wirtschaftsdaten die Stimmung. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im November lediglich um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und verfehlten damit die Erwartungen deutlich. Die Industrieproduktion legte um 4,8 Prozent zu und erreichte damit den niedrigsten Zuwachs seit 15 Monaten. Zudem fiel die Investitionstätigkeit weiter zurück: Die Anlageinvestitionen sanken in den ersten elf Monaten des Jahres um 2,6 Prozent.

    Der Shanghai Composite gab um 0,27 Prozent nach, der Shenzhen Component verlor 0,6 Prozent.

    Hongkong, Australien und Indien ebenfalls schwach

    Der Hang-Seng-Index in Hongkong fiel um rund 0,8 bis 1,25 Prozent und machte damit die Gewinne der Vorwoche wieder zunichte. In Australien verlor der S&P/ASX 200 etwa 0,7 Prozent, wobei insbesondere Abschläge bei Rohstoffwerten belasteten.

    Auch Indien konnte sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. Der Sensex gab um 0,28 Prozent nach, der Nifty 50 verlor rund 0,5 Prozent. Die Rupie fiel erstmals über die Marke von 90,6 je US-Dollar. Zwar zog die Inflationsrate im November leicht an, sie bleibt jedoch weiterhin unter der unteren Toleranzschwelle der Zentralbank.

    Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurPascal Grunow
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