Asien-Ausbau
Google sichert sich Solardeal in Malaysia
Google verstärkt seinen Klimakurs in Asien und geht dafür einen Solarstrom-Deal ein, um den wachsenden Energiebedarf für KI und Rechenzentren zu decken.
- Google schließt Solarstrom-Deal in Malaysia ab.
- Ziel: Energiebedarf für KI und Rechenzentren decken.
- Langfristige Verträge sichern Klimaziele und Planungssicherheit.
- Report: Vorsicht, geheim!
Alphabet-Tochter Google setzt ihren globalen Kurs in Richtung klimafreundlicher Energieversorgung fort und hat einen langfristigen Solarstromvertrag in Malaysia abgeschlossen. Der Tech-Konzern wird künftig Strom aus einem 30-Megawatt-Solarpark im Bundesstaat Kedah beziehen.
Solarpark in Kedah als Teil der nationalen Energiewende
Das Projekt mit einer Leistung von 29,99 Megawatt befindet sich in Gurun im malaysischen Bundesstaat Kedah. Der Solarpark hat laut Angaben der Projektpartner Anfang November 2025 den Financial Close erreicht und soll 2027 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Entwickelt, gebaut und betrieben wird die Anlage von einer Projektgesellschaft an der Shizen Malaysia 49 Prozent hält. Weitere Anteile entfallen auf Solarvest mit 33 Prozent sowie HSS mit 18 Prozent.
Der Deal ist Teil der malaysischen Strategie, internationale Investoren anzuziehen und den Anteil erneuerbarer Energien deutlich zu erhöhen. Nach Daten von Bloomberg lag der Anteil erneuerbarer Energien an der installierten Kraftwerkskapazität des Landes im vergangenen Jahr bei rund 26 Prozent. Bis 2050 sollen es 70 Prozent werden. Programme wie das Corporate Green Power Programme, unter dessen Rahmen der Vertrag mit Google zustande kam, spielen dabei eine zentrale Rolle.
Tech-Giganten unter Druck: Energiehunger der Rechenzentren wächst
Die Vereinbarung verdeutlicht den zunehmenden Druck auf globale Technologieunternehmen, ihre stark wachsenden und energieintensiven Infrastrukturen zu dekarbonisieren. Rechenzentren und KI-Anwendungen treiben den Strombedarf massiv nach oben. Gerade in Asien stellt dies eine besondere Herausforderung dar, da viele Länder der Region weiterhin stark von fossilen Energieträgern abhängig sind.
Ein Google-Manager hatte bereits zu Beginn des Jahres erklärt, Asien gehöre zu den "anspruchsvollsten Regionen der Welt", wenn es um die Dekarbonisierung der eigenen Aktivitäten gehe. Dennoch sind Unternehmen wie Google, Microsoft und Amazon dort stark präsent und bauen ihre Kapazitäten weiter aus.
Langfristige Stromabnahmeverträge als Schlüsselinstrument
Langfristige Power Purchase Agreements wie der nun unterzeichnete Vertrag gelten zunehmend als zentrales Instrument, um Klimaziele abzusichern. Sie bieten Projektentwicklern finanzielle Planungssicherheit und helfen Konzernen, ihre Emissionen auch in Märkten mit teils unsicheren regulatorischen Rahmenbedingungen zu senken.
Für Shizen Energy ist das Malaysia-Projekt ein weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit mit großen Tech-Kunden. Erst im Oktober hatte das Unternehmen mehrere erneuerbare Energieverträge in Japan mit Microsoft unterzeichnet. Zudem besteht bereits ein PPA mit Google zur Versorgung eines Rechenzentrums in der Präfektur Chiba.
Emissionen steigen – Effizienzgewinne durch KI im Fokus
Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Googles Emissionen zuletzt deutlich gestiegen sind. Laut dem jüngsten Umweltbericht des Konzerns lagen die Treibhausgasemissionen 51 Prozent höher als 2019, maßgeblich getrieben durch den Ausbau KI-basierter Dienste. Gleichzeitig betont Google Fortschritte bei der Effizienz: In einem im August veröffentlichten Bericht erklärte das Unternehmen, der Energiebedarf für eine durchschnittliche Textanfrage im Gemini-System sei innerhalb eines Jahres um 97 Prozent gesunken.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Die Alphabet Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,08 % und einem Kurs von 263,7EUR auf Tradegate (15. Dezember 2025, 09:24 Uhr) gehandelt.

