Pharma unter Druck
Doppelter Rückschlag sorgt für Unsicherheit: Diese Aktie gibt nach!
Sanofi kassiert bei seinem Hoffnungsträger gegen Multiple Sklerose zwei schwere Rückschläge. Die Börse reagiert nervös, die Fragen nehmen zu.
- Sanofi erleidet Rückschläge bei MS-Medikament Tolebrutinib.
- US-Zulassungsentscheidung verzögert sich bis 2026.
- Späte Studie verfehlt Hauptziel, Zulassung nicht angestrebt.
- Report: Vorsicht, geheim!
Der französische Pharmakonzern Sanofi erleidet bei seinem experimentellen Multiple-Sklerose-Medikament Tolebrutinib einen doppelten Rückschlag. Eine wichtige US-Zulassungsentscheidung verzögert sich erneut. Zudem scheitert eine späte Studie bei einer anderen Krankheitsform an ihrem Hauptziel.
An der Börse kamen die Nachrichten schlecht an. Die Sanofi-Aktie rutschte in Paris zunächst um 5 Prozent auf 79,15 Euro ab. Kurz darauf setzte eine leichte Erholung ein. Zuletzt notierte das Papier bei 80,27 Euro, was einem Minus von 3,64 Prozent entspricht (Stand 10:38 Uhr). Auf der Handelsplattform Tradegate gab die Aktie um 2,32 Prozent nach und lag bei 81,17 Euro (Stand 10:55 Uhr).
Entscheidung der US-Behörde rückt weiter nach hinten
Sanofi teilte am Montag mit, dass Gespräche mit der US Food and Drug Administration auf eine weitere Verzögerung der Prüfung hindeuten. Die Behörde wird ihre Bewertung von Tolebrutinib zur Behandlung der nicht schubförmigen sekundär progredienten Multiplen Sklerose nicht wie geplant bis zum 28. Dezember abschließen.
Der Konzern rechnet nun erst bis Ende des 1. Quartals 2026 mit weiteren Hinweisen der US-Behörde. Bereits im September hatte Sanofi eine Verlängerung der Prüfung um 3 Monate bekannt gegeben. Nach Angaben des Unternehmens wurde auf Wunsch der Behörde zudem ein erweitertes Zugangsprogramm eingereicht, um geeigneten Patienten außerhalb von Studien den Zugang zu ermöglichen. Sanofi betont weiterhin sein Vertrauen in das Nutzen-Risiko-Profil des Wirkstoffs.
Studie verfehlt Hauptziel
Noch schwerer wiegt die zweite Nachricht. Eine späte klinische Studie zu Tolebrutinib bei primär progredienter Multipler Sklerose erreichte ihr Hauptziel nicht. Der Wirkstoff konnte das Fortschreiten der Krankheit nicht wie erhofft verzögern.
Sanofi zieht aus den Ergebnissen Konsequenzen. Der Konzern will für diese Indikation keine Zulassung mehr anstreben. Zudem prüft das Unternehmen, ob der immaterielle Vermögenswert von Tolebrutinib abgeschrieben werden muss. Das Ergebnis dieses Werthaltigkeitstests soll mit den Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht werden. Die Finanzprognose für 2025 bleibt unverändert.
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Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
Die Sanofi Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -2,30 % und einem Kurs von 81,19EUR auf Tradegate (15. Dezember 2025, 11:06 Uhr) gehandelt.
