Ukraine-Gipfel in Berlin
Rheinmetall, Renk und TKMS starten rot: Fortschritte beim Frieden?
Zum Wochenstart geraten Europas Rüstungsaktien erneut ins Minus. Rheinmetall, Renk und Hensoldt geben nach, weil in Berlin überraschend Bewegung in die diplomatischen Gespräche zur Ukraine gekommen ist.
- Rüstungsaktien fallen wegen Ukraine-Diplomatie.
- Gespräche in Berlin über Frieden und Sicherheit laufen.
- Rheinmetall bleibt trotz Rückgang Branchenfavorit.
- Report: Vorsicht, geheim!
Der Blick für Rüstungsinvestoren richtet sich zum Wochenstart nach Berlin, wo die USA, Europa und die Ukraine über ihre gemeinsame Haltung gegenüber Russland verhandeln. Bundeskanzler Friedrich Merz stellte klar, dass Deutschland auf einen dauerhaften Frieden dränge und die bevorstehenden Entscheidungen schwierig würden.
Konkrete Inhalte blieben zwar unter Verschluss, doch es soll um den ukrainischen 20-Punkte-Plan, wirtschaftliche Fragen und strategische Sicherheitsthemen gegangen sein. Die Gespräche werden am Montag fortgesetzt.
Die Aktien deutscher Rüstungskonzerne reagieren mit empfindlichen Verlusten auf die Entwicklung. Rheinmetall verliert am Montagmorgen 2,5 Prozent, Renk 2,2 Prozent und die TKMS.Aktie steht rund 1,8 Prozent tiefer. "Die zunehmenden Hinweise auf eine mögliche Einigung sorgen kurzfristig für Zurückhaltung und belasten die zuletzt stark gestiegenen Rüstungswerte, da der Markt erste Gewinnmitnahmen einpreist", schreibt Jürgen Molnar von Robomarkets.
Die Rheinmetall-Aktie hat im vergangenen Monat rund 8 Prozent nachgegeben. Doch trotz der aktuellen Schwächephase bleibt Rheinmetall für viele Marktbeobachter ein Branchenfavorit. Der Sicherheitsbedarf und Aufrüstungsdruck dürfte in Europa hoch bleiben.
Die Analysten der Deutschen Bank haben unterdessen am Montag ihr Kursziel für die TKMS-Aktie von 80 auf 82 Euro angehoben. "Nach den Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2025 sind wir zunehmend optimistisch hinsichtlich des mittelfristigen Margenpotenzials von TKMS", sagt Analystin Sriram Krishnan. "Obwohl die endgültigen Ergebnisse für wichtige Aufträge erst 2026 erwartet werden, bleiben wir von den langfristigen Umsatzwachstumschancen überzeugt. Wir haben unsere Umsatzwachstumsprognose entsprechend angepasst, die EBIT-Prognosen angehoben und unsere Bewertung auf das Jahr 2028 vorverlegt."
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
