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    Rally-Laune versus KI-Sorgen (Wochenausblick)

    Für Sie zusammengefasst
    • US-Zinssenkung und hohe Tech-Bewertungen belasten Märkte
    • DAX könnte Ende 2026 bei 26.100 Punkten stehen
    • Jahresendrally wohl beendet, Seitwärtsbewegung erwartet
    Deutsche Börse-News - Rally-Laune versus KI-Sorgen (Wochenausblick)

    FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 15. Dezember 2025. FRANKFURT (Deutsche Börse). US-Zinssenkung auf der einen Seite, hohe Tech-Bewertungen auf der anderen - ob sich die Jahresendrally fortsetzt, ist längst noch nicht ausgemacht. "Die US-Notenbank hat mit ihren Entscheidungen den Aktienmärkten Rückenwind gegeben", erklärt Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp. Der DAX (DE0008469008) ist mit 24.300 Punkten am Montagmorgen von seinem Oktober-Allzeithoch bei 24.771 Punkten nur noch einen Katzensprung entfernt. Auch der Stoxx Europe 600 (EU0009658202) nähert sich seinem Rekordstand.

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    Die US-Börsen hatten am Freitag nach einem neuen Dow Jones-Allzeithoch allerdings klar im Minus geschlossen - Auslöser waren erneut Sorgen um eine KI-Blase. Auffällig bleibt die Edelmetallpreisentwicklung: Der Silberpreis kletterte am Freitag mit 64,47 US-Dollar auf ein Allzeithoch, der Goldpreis nähert sich wieder seinem im Oktober erreichten Höchststand von 4.380 US-Dollar. Weiter angeschlagen zeigt sich der Bitcoin, der unter 90.000 US-Dollar gerutscht ist.

    Letzte EZB-Sitzung in diesem Jahr

    Langweilig dürfte es in der Woche vor Weihnachten nicht werden: Wegen des Shutdowns nachgeholte US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten, Leitzinsentscheidungen der EZB und anderer Notenbanken sowie weitere wichtige Konjunkturzahlen wie das aktuelle ifo-Geschäftsklima sollten viele neue Impulse bringen. "Die am Donnerstag anstehende EZB-Ratssitzung dürfte aber wenig Überraschendes bieten", erklärt Ralf Umlauf von der Helaba. Bei den Währungshütern herrsche weitgehend Einigkeit, dass die derzeitige Geldpolitik gut positioniert sei.

    "DAX Ende 2026 bei 26.100 Punkten"

    Die Commerzbank erwartet auch für die restlichen Wochen des Jahres 2025 noch leichte Zugewinne an den Aktienmärkten. "Und wir blicken mit vorsichtigem Optimismus auf das Jahr 2026 dank einer stärkeren deutschen Konjunktur, einem robusten Wachstum in den USA, weiteren Leitzinssenkungen der US-Notenbank und weiter steigenden Unternehmensgewinnen", erklärt Hürkamp. 

    Auch die Fondsgesellschaft DWS schaut zuversichtlich in das neue Jahr. "Weitere Investitionen in KI in den USA, ein erwartetes zweistelliges Gewinnwachstum in Höhe von 10,9 Prozent und Zinssenkungen der US-Notenbank Fed sind die Faktoren, die diese Erwartung begünstigen", erklärt Benjardin Gärtner und prognostiziert 7.500 Punkte für den S&P 500 per Ende 2026. Doch auch in Deutschland würden die Kurse 2026 an Fahrt aufnehmen. "Wir erwarten, dass die die zweite Jahreshälfte 2025 prägende Phase der Stagnation am Aktienmarkt 2026 überwunden werden wird", bemerkt Gärtner. Die staatlichen Ausgabenprogramme würden allmählich ihre Wirkung entfalten. Kursziel für den DAX Ende 2026 sind 26.100 Punkte.

    "Thema Jahresendrally endgültig beendet"

    Kurzfristig sieht es nach Einschätzung von Charttechniker Christoph Geyer allerdings nicht mehr so gut aus: Zwar habe sich für den DAX mit dem Halten der Unterstützungszone eigentlich die Chance auf eine Jahresendrallye aufgetan. Am Freitag sei allerdings eine Intraday-Stimmungswende vollzogen worden. Die zeige, dass ein Ausbruch nach oben erneut nicht gelingen werde. Die Indikatoren befänden sich nicht nur im überkauften Bereich, sondern hätten zum Teil auch Divergenzen generiert - ein klares Warnsignal. "Somit dürfte das Thema Jahresendralle endgültig beendet sein. Es wäre nun bereits ein Erfolg, wenn die Seitwärtsrange gehalten werden würde."

    Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

    Dienstag, 16. Dezember

    10.00 Uhr. Eurozone: Einkaufsmanagerindex Dezember. Nach dem Anstieg im November auf den höchsten Stand seit zwei Jahren rechnet die Commerzbank für den Dezember mit einem weiteren leichten Anstieg.

    14.30 Uhr. USA: Arbeitslosenzahlen November. Die Commerzbank geht davon aus, dass die neuen Zahlen das Bild einer tendenziellen Abkühlung am Arbeitsmarkt bestätigen werden und der Sechsmonatsdurchschnitt der Beschäftigungszuwächse weiter fällt. 

    Mittwoch, 17. Dezember

    10.00 Uhr. Deutschland: ifo-Geschäftsklimaindex Dezember. Ernüchterung und Enttäuschung über die zögerliche Wirtschaftspolitik in geopolitisch herausfordernden Zeiten prägen laut DekaBank derzeit das Stimmungsbild der Finanzmarktanalysten und wohl auch das der Unternehmen. Daher werde das ifo-Geschäftsklima wohl weiter zurückgehen.

    Donnerstag, 18. Dezember

    13.00 Uhr. Großbritannien: Zinsentscheid der Bank of England. Nach Verkündung des Haushaltsplans der Regierung Ende November dürfte die Bank of England ihre Zinssenkungspause nun beenden und den Zins senken, meint die DekaBank. 

    14.15 Uhr. Eurozone: EZB-Zinsentscheid. Am Markt wird keine Überraschung erwartet, der Leitzins werde wohl unverändert bei 2 Prozent bleiben, heißt es. 

    14.30 Uhr. USA: Verbraucherpreise Oktober/November. Anders als beim Arbeitsmarkt werden keine Daten zu den US-Verbraucherpreisen für den Oktober veröffentlicht, wie die DekaBank berichtet. Aus den Preisindizes für November ließen sich zwar die Inflationsraten berechnen, sie liefern jedoch keine Informationen über die monatliche Preisentwicklung.

    Freitag, 19. Dezember

    Großer Verfallstag an den Terminbörsen: Futures- und Optionskontrakte auf den DAX, einzelne Aktien, andere Indizes, Rohstoffe, Währungen etc. laufen aus und verfallen damit. An diesem Tag kann es daher zu einem hohen Handelsvolumen und stark schwankenden Kursen kommen.

    Japan: Bank of Japan Zinsentscheid. Nach einer Zinsanhebung zu Beginn des Jahres endet 2025 mit einer weiteren Erhöhung um 25 Basispunkte, meint die DekaBank. Mit 0,75 Prozent läge der Leitzins dann auf dem höchsten Niveau seit gut 30 Jahren. 

    Von Anna-Maria Borse, 15. Dezember 2025, Deutsche Börse AG

    (Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)






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